Nach den erheblichen Verlusten des vergangenen Jahres sollen Pensionskassen nicht mehr tatenlos der Talfahrt ihres Deckungsgrades zu-schauen. Das Beratungsunternehmen Libera machte sich deswegen auf die Suche nach drei Absicherungsmethoden, die die Kassen vor Turbulenzen schützen sollen. Als geeignet angesehen wurden dabei eine dynamische Anlagestrategie, die Absicherung mit der „Constant-Proportion-Portfolio-Insurance“-Methode (CPPI) sowie die Absicherung mit dem sogenannten „Collar“. Doch Vorsicht, auch bei der Absicherung gilt: There is no free lunch. So sieht Libera bei der dynamischen Absicherungsstrategie zwar einen Hauptvorteil in der regelmässigen Anpassung der Strategie. Der Hauptnachteil bestünde jedoch wegen des tiefen Aktienanteils in einer Unterdeckungssituation, in der begrenzten Partizipation an steigenden Aktienmärkten. Beim CPPI wiederum wird einem risikoreichen, breit diversifizierten Portfolio eine risikofreie Anlage hinzugefügt. Das Problem: Das Verfahren sei mit regelmässigen Umschichtungskosten verbunden und könne bei Transaktionen mit illiquiden Anlageinstrumenten des risikoreichen Portfolios durch Engpässe beeinträchtigt werden. Und last, bust not least die Absicherung mit dem „Collar“. Hier hält die Kasse neben dem risikoreichen, abzusichernden Portfolio eine Kombination aus Put- und Call-Optionen auf demselben Basiswert. Zu beachten sei laut Libera jedoch hier, dass die Optionen eine befristete Laufzeit haben und daher regelmässig erneuert werden müssen.
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