Schweizer Pensions- & Investmentnachrichten
Nicht weit genug
Veröffentlicht am:  01. Februar 2010

Der Schweizerische Versicherungsverband SVV hat zwar die Finanzmarktstrategie des Bundes begrüsst. Die daraus abgeleiteten Massnahmen gingen allerdings nicht weit genug. So fehlen dem SVV etwa verbindliche Zeitvorgaben. Gleichwohl teile der SVV die strategischen Hauptstossrichtungen der Finanzmarktstrategie, sprich Massnahmen wie die Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Finanzsektors, die Sicherung und Verbesserung der Marktzutritte, die Verbesserung der Krisenresistenz des Finanzsektors und die Sicherstellung der Integrität des Finanzplatzes.

Den Ausbau der risikoorientierten Aufsicht im Bereich der kollektiven Kapitalanlagen sowie den Ausbau der Sorgfalts-, Offenlegungs- und Aufklärungspflichten erachtet der Verband hingegen als unnötig. Zudem müssten regulatorische Anstrengungen international abgestützt sein. Hierbei lehnt der Versicherungsverband im Vergleich mit anderen Finanzplätzen weiter-gehende Regulierungen, etwa das sogenannte „Swiss Finish“, ab. Das Ziel der Versicherer müsse es sein, Überregulierung sowie hohe Kapital- und Compliance-Kosten zu verhindern. Der SVV hat sich daneben auch für die sofortige Abschaffung der Stempelabgaben für Lebensversicherungen und ein mehrjähriges Phasing-Out in anderen Versicherungsbereichen ausgesprochen. Der SVV teile jedoch die Ansicht des Bundes, dass die Gleichwertigkeit der Aufsichtsprinzipien von SST und Solvency II sichergestellt sein muss. Es wäre aber dringend geboten, gleichzeitig das Nebeneinander von verschiedenen Berichts- und Solvenzsystemen aufzuheben. ML


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