109 Pensionskassen mit Unterdeckung haben sich in der aktuellen Hewitt-Umfrage zu ihren Sanierungskonzepten geäussert. Die Ergebnisse im Überblick: Über die Hälfte gehen davon aus, dass die künftige Anlagerendite ausreicht, um die Kasse zu sanieren. Trotzdem verzinsen deutlich mehr als die Hälfte der Kassen die Altersguthaben für 2009 mit einem Zinssatz unterhalb des BVG-Mindestzinssatzes. Drei Viertel der Minderverzinser haben sich für eine Nullverzinsung entschieden und 7 Prozent sogar eine Minderverzinsung der BVG-Altersguthaben beschlossen. Das ist unter bestimmten Voraussetzungen beschränkt möglich. Bei der Verzinsung des überobligatorischen Sparteils sind die Pensionskassen bekanntlich frei. Ein Viertel der Kassen profitierten von Einmaleinlagen von Arbeitgebern oder patronalen Stiftungen und ein Sechstel von einem Verwendungsverzicht auf die Arbeitgeberreserven. Sanierungsbeiträge wurden nur bei 21 Prozent der Kassen beschlossen, während 2 Prozent auch ihre Rentner zur Kasse baten.
Die Umfrage des PK-Beratungsunternehmens Hewitt wurde im Sommer des Jahres 2009 durchgeführt und berücksichtigt insgesamt 168 autonome beziehungsweise teilautonome Vorsorgeeinrichtungen mit 1,18 Millionen Versicherten und einem Vorsorgevermögen von 257 Milliarden Franken. Vor allem Pensionskassen mit Unterdeckung und hohem Rentneranteil tun sich dabei sichtlich schwer, insbesondere Kassen nahe den BVG-Minimalleistungen sind dann schwer zu sanieren. Diese Kombination trifft aber lediglich auf eine der befragten Kassen zu. BRA
- Konrad Hummler, Wegelin
- Aktives versus passives Asset Management
- Mit der Lizenz zum Geldverdienen
- Nur eine von zehn Pensionskassen ist risikofähig
- Wo die Jungen die Alten subventionieren
- Michael Brandenberger
- Vertrauen wieder herstellen
- Risikomanagement
- Pensionskassen 2010: Vorerst auf Kurs
- Wettbewerb mit freundlicher Unterstützung des Staates



