Internationale Unternehmen haben deutliches Verbesserungspotenzial bei der Beherrschung ihrer globalen Pensionsrisiken. Das auf jeden Fall geht aus der aktuellen Studie „Global Pension Risk Survey“ von Hewitt Associates hervor. Die Studie wertete dazu Angaben von insgesamt 171 Unternehmen aus zwölf Ländern aus.
Ein Problem bislang: Es werden fast ausschliesslich die finanziellen Risiken betrachtet und nicht etwa versteckte Risiken, die beispielsweise durch Wechselkursänderungen und längere Lebenserwartung hervorgerufen werden. Ein nicht unerheblicher Anteil der Unternehmen habe zudem keinen exakt definierten Prozess zur Bestimmung ihrer Pensionsrisiken und sei daher von der gegenwärtigen Lage kalt erwischt worden.
Möglichkeiten zur Risikobeherrschung
Doch es geht auch anders. Dafür zeigt die Studie die folgenden Schritte auf, und zwar:
• Die Einbettung der Pensionsrisiken in die Gesamtrisikostrategie des Unternehmens, um eine isolierte Betrachtung zu vermeiden.
• Die Messung und Überwachung der Risiken anhand eindeutig festgelegter Massstäbe, in denen alle Risiken – auch langfristige wie Langlebigkeit und Wechselkursrisiko – miteinbezogen werden.
• Das Festhalten an langfristigen Zielen, auch in Zeiten volatiler Märkte.
• Das Ergreifen von Massnahmen zur Risikominimierung, zum Beispiel künftige Anwartschaftssteigerungen reduzieren oder reine Leistungszusagen in beitragsorientierte ändern, wobei derartige Massnahmen natürlich mit der Personalplanung des Unternehmens in Einklang stehen müssen.
• Und letztlich die Überwachung. Die wenigtsen Unternehmen überwachen das Planvermögen täglich, die meisten jedoch überprüfen den Ausfinanzierungsgrad häufiger als einmal pro Quartal oder gar monatlich. Die Pensionsrisiken werden noch seltener untersucht. In Anbetracht der aktuellen Volatilität sei jedoch eine deutlich höhere Überwachungsfrequenz angesagt.
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