- Lessons learnt?
Die erfreuliche Nachricht zuerst. Die Zeichen mehren sich und die Gewissheit nimmt zu: Auch diese Krise wird vorübergehen. Doch Vorsicht! Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. „Krisen sollten Chancen sein für jene, die sie erleiden, nicht für jene, die sie erzeugen.” Diese frühe Mahnung des Schweizer Publizisten Dr. Ernst Reinhardt muss unweigerlich zu Fragen führen wie: Wird die Krise überhaupt als Chance begriffen? Und vor allem: Wird die Chance genutzt, mögliche Ursachen für die nächste Krise zu erkennen und diesen wirksam zu begegnen?
Mehr . . . - Einbruch bei der Wertpapierleihe
Die Finanzkrise hat zu einem Einbruch bei der Wertpapierleihe, dem sogenannten Securities Lending, geführt. Denn als Reaktion auf die Turbulenzen der Finanzkrise haben rund ein Viertel der Pensionskassen ihre Securities-Lending-Verträge gekündigt, rund 11 Prozent setzen sie teilweise aus, 34 Prozent ganz. Die restlichen Kassen haben die Verträge unverändert weitergeführt.
Mehr . . . - Unfallrentner sind besser dran
Umstritten war in diesem Verfahren vor Bundesgericht, ob die AHV-Altersrente einer unfallinvaliden Versicherten in die Überentschädigungsberechnung der zweiten Säule einzubeziehen sei. Weil es sich in ihrem Fall nur ums BVG-Obligatorium handelt, gelten keine abweichenden reglementarischen Regelungen.
Mehr . . . - Vorsichtig in turbulenten Zeiten
„Die im Rahmen der Umfrage erhobenen Daten, insbesondere die taktische Allokation, die Volatilität sowie der Vorsorge-Barometer bestätigen, dass die Teilnehmer viel vorsichtiger geworden sind, jedoch nicht beabsichtigen ihre strategische Allokation vollständig umzustellen – obwohl sie sehr besogt sind über die Gesamt-Performance, die Volatilität und den massiven Rückgang des Deckungsgrades.“ So auf jeden Fall lautet ein Fazit des 12. Swiss Institutional Survey von Lusenti Partners. Gleichwohl, laut Studie bestätigen die bereits angetönten verschiedenen Indikatoren auch, dass die Vorsorgeeinrichtungen in den vergangenen drei Jahren nicht in der Lage waren, eine Performance in Höhe des Mindestzinses beziehungsweise einen Mehrwert zu realisieren.
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Philipp Rohrbach
Gegenwart und Entwicklung der beruflichen VorsorgeVon Philipp Rohrbach, M. sc. ec. und Volkswirt im Bereich Finanzierung und Systementwicklung BV beim Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV)
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Prof. Dr. Josef Marbacher
Ein Umdenken ist zwingend nötigDie schwere Finanzkrise der letzten beiden Jahre hat deutlich gemacht, wie sehr die Interessen von Pensionskassen und Finanzanbietern auseinandergehen. Es ist deshalb sinnvoll, die Rollen der beiden ungleichen Partner zu überdenken.
Wenn wir versuchen, das Geschehen an den Finanzmärkten der letzten zehn Jahre zu charakterisieren, dann fallen zwei Punkte auf, nämlich die explosionsartige Verbreitung von neuen Finanzprodukten und deren Komplexität.
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Dr. Zeno Staub, Leiter Asset Management, Vontobel
Welche Strategie trifft die besseren Anlageentscheidungen?In den letzten Jahren hat sich der institutionelle Asset-Management-Markt dramatisch verändert. Passive und hochaktive Investments haben Marktanteile gewonnen, während Benchmark-nahe, semi-passive Strategien an Relevanz verloren haben. Der Grund für diese Entwicklung liegt zum grossen Teil in der Enttäuschung der Investoren mit ihren vermeintlich aktiven Managern sowie in dem Glauben an die Theorie über effiziente Finanzmärkte.
Mehr . . .- Von Bernhard Raos
Der Pensionskasse des Bundes Publica geht es nicht besser als den meisten anderen Kassen. Der durchschnittliche Deckungsgrad liegt bei 95,8 Prozent. Mit einer Jahres-Performance von -6,9 Prozent für 2008 ist Publica noch vergleichsweise glimpflich davongekommen. Trotzdem musste die Wertschwankungsreserve vollständig aufgelöst werden. Die Publica hat einen weiten Weg vor sich: Angestrebt wird eine Wertschwankungsreserve von 15 Prozent der Summe der Vorsorgekapitalien sowie der technischen Rückstellungen. Die Bundes-PK bezeichnet die Unterdeckung als „noch nicht dramatisch“, macht sich aber auf Sanierungsmassnahmen gefasst: Es hänge vom Verlauf der Finanzmärkte in den kommenden Monaten ab, ob Massnahmen umgesetzt würden.
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André Kohler
„Der angezählte Champion”Für André Kohler ist die zweite Säule derzeit ein angezählter Champion. Seine temporäre Schwäche weise auf vernachlässigte technische und konditionelle Mängel hin. Wobei, er habe nun zwei Möglichkeiten: Sich mit
harter Arbeit zu befreien oder sich weitere spektakuläre K.-o.-Niederlagen einzuhandeln. Doch nicht nur das.
Fragen: Michael Lennert
Antworten: André Kohler, B+B Vorsorge, Leiter Investment Services, Mitglied der Geschäftsleitung
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Dominique Amman, Consultant, PPC metrics
Wer hat Interessenkonflikte? Keiner! Alle?In der Wirtschaftskrise erleben die Anlagestrategieberater von Pensionskassen einen Boom. Das Vertrauen in ihre Resultate scheint ungebrochen. Nur hinter vorgehaltener Hand kritisieren die Fachleute unseriöse Asset-Liability-Studien. Und Interessenkonflikte sind ein heisses Eisen.
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spn-RoundtableTeilnehmer
1: Matthias Liesch, Leiter Global Custody Zürich, Pictet
2: Michael Lennert, Chefredaktor (Moderator), spn, Schweizer Pensions- & Investmentnachrichten, Financial Times
3: Werner Hertzog, Direktor, Publica
4: Gabriele Giraudi-Lüthi, Consultant, Ecofin
5: Peter Bänziger, Leiter Asset Management und Institutionelle Kunden, Swisscanto
6: Oliver Berger, Business Executive, J.P.Morgan Worldwide Securities Services Germany, Austria & Switzerland
Mehr . . .- Pensionskassen in Unterdeckung: So wird saniert
Der zeiten Säule fehlen aktuell 60 Milliarden Schweizer Franken. Rund 75 Prozent aller Pensionskassen sind unterdeckt. Das Gesetz verlangt eine Sanierung. Doch der Teufel hockt auch hier im Detail. Denn wer saniert, muss Leitplanken einhalten.
Mehr . . . - Offerten für Pensionskassen: Riesige Unterschiede
Der Markt im Pensionskassengeschäft spielt verrückt. Offertenvergleiche bei den Risiko- und Verwaltungskosten liegen je nach Anbieter um bis zu 340 Prozent (!) auseinander. Gross sind die Unterschiede auch bei
der Verzinsung und beim Rentenumwandlungssatz. Der Kunde muss entscheiden, was ihm wichtig ist.
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Daniel Gloor, Abteilungsleiter Asset Management, BVK
Vorsichtig in die ZukunftDie Finanzkrise hat auch bei der BVK Zürich ihren Tribut gefordert. Im Geschäftsjahr 2008 erlitten die Kapitalanlagen einen Wertverlust von 15,6 Prozent, der Wert des Portfolios ging auf 18,459 Milliarden Franken zurück. Der Deckungsgrad rutschte binnen Jahresfrist von knapp 101 auf noch 81 Prozent Ende 2008. Im längerfristigen Vergleich werden die Wertverluste – auch infolge Beitragsreduktionen in den Jahren 1999 bis 2001 – noch grösser: 1999 betrug der Deckungsgrad stolze 129,7 Prozent. Während die Kapitalanlage so seit geraumer Zeit ihr Scherflein zur Stillung der Versicherten- beziehungsweise Rentneransprüche nur unregelmässig abliefert, wächst die Zahl der Anspruchsberechtigten weiter an. Laut dem vorläufigen Geschäftsbericht 2008 zählte man 71.314 (Vorjahr 68.172) Versicherte und 25.391 (23.880) Rentenbezüger.
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- Aktives versus passives Asset Management
- Roundtable: Immobilien
- Mit der Lizenz zum Geldverdienen
- Nur eine von zehn Pensionskassen ist risikofähig
- Konrad Hummler, Wegelin
- Risikomanagement
- Pensionskassen 2010: Vorerst auf Kurs
- Vertrauen wieder herstellen
- Zuhnehmendes Ja zur Nachhaltigkeit
- Ist nach der Krise vor der Krise?

