Schweizer Pensions- & Investmentnachrichten
März/April 2008
  • Bernhard Raos, Redaktor

    Gefragte Strukturen?

    In den Wertschriftendepots von Schweizer Banken lagen per Ende September 2007 rund 363 Milliarden Franken in strukturierten Produkten. Kein anderes Land hat einen stärkeren Markt. Vor allem Privatanleger sorgen für den Boom. Auch in der privaten Vorsorge der dritten Säule sind mehrere institutionelle Anbieter ins Geschäft mit den Strukturierten eingestiegen – allerdings mit engen Leitplanken und vollem Kapitalschutz, wie die Titelgeschichte von spn beschreibt.

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  • Daniel Dubach, Avadis Anlagestiftung, Geschäftsführer

    Unaufgeregte Schweizer Kassenmanager

    Fondsmanager haben Anfang Januar die Geduld verloren. So auf jeden Fall lautete der Tenor einer monatlich von der amerikanischen Investmentbank Merrill Lynch durchgeführten Fondsmanager-Umfrage. Der Grund: Sie flüchteten scharenweise in den Geldmarkt.

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  • Hedgefonds: Mit Subprime nichts am Hut

    Haben sich Angela Merkel und Nicolas Sarkozy geirrt? Offenbar waren Hedgefonds an der Subprime-Krise unschuldiger, als die beiden Staatenlenker vergangenen Sommer meinten. Dass Hedgefonds und Subprime-Krise zwei paar Schuhe sind, zeigt die Studie „A French Answer to President Sarkozy“ der französischen Hochschule Edhec. Schon die Volumen, die Hedgefonds in Richtung Kredit-risiko investiert hätten, seien viel zu gering, stellt Noel Amenc, Direktor des Edhec Risk and Asset Management Research Centre, fest. Demnach sind weniger als fünf Prozent der institutionellen Vermögensanlagen in Hedgefonds investiert. Hedgefonds-Strategien mit einem hohen Exposure in Richtung Kreditrisiken wiederum vereinen knapp einmal 20 Prozent aller Hedgefonds-Anlagen auf sich. Andererseits aber wurden 2006 allein in den USA Kreditrisiken mit einem Volumen von 4,6 Billionen Dollar transferiert.

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  • IV-Renten verjähren

    Nachdem der Versicherte O. seine Stelle auf den 31. Mai 1991 gekündigt hatte, wurde ihm auf sein Verlangen hin – er verliess die Schweiz – seine Austrittsleistung bar ausbezahlt. Im September 1992 sprach ihm die Schweizerische Ausgleichskasse vom 1. April bis zum 30. Juni 1991 eine halbe IV-Rente und ab dem 1. Juli 1991 eine ganze IV-Rente zu. Neun Jahre später (März 2000) ersuchte O. seine Pensionskasse, die Auszahlung der Austrittsleistung rückwirkend durch eine Invalidenrente zu ersetzen.

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  • IFRS und Solvency 2: Ade Accounting?

    Die Buchungsregeln von IFRS und Solvency 2 bremsen die Performance der Kapitalanlage von Versicherungen, weil Wertschwankungen Einfluss auf die Erfolgsrechnung und Bilanz haben. Um die finanzielle Gesundheit zu messen, sollte man sich deshalb besser von der externen und rein buchhalterischen Sicht abwenden. Diesen Vorschlag macht eine Forschergruppe der französischen Fachhochschule Edhec. Statt der Regeln von IFRS und Solvency 2 wäre eine Analyse der Konsistenz zwischen den Risiken der Verpflichtungen und den Risiken der Kapitalanlagen besser. Zudem sollten Konsistenz und Robustheit des Asset-Liability-Management-Modells evaluiert werden. Die Risikoparameter müssten auf Asset Allocation und Entscheidungen des Liability Managements hin abstellen.

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  • Mehrwert von Hedgefonds

    Auf der Suche nach hohen, stabilen Renditen mit begrenztem Verlustrisiko haben alternative Asset-Klassen an Attraktivität gewonnen. Der Grund: Sie weisen eine geringe Korrelation zu klassischen Anlagen auf und bieten daher wichtige Diversifikationseffekte.

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  • Ist die Jahresrechnung als Führungsinstrument geeignet?

    Die verantwortungsbewusste Führung einer Pensionskasse verlangt zeitgerechte und zuverlässige Informationen über die aktuelle Situation der Pensionskasse. Nur so kann die Gesamtsituation der Kasse laufend überwacht und die Kasse langfristig auf einer verlässlichen Basis im Interesse der Kassenmitglieder geführt werden.

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  • Brief aus Bern

    Der Bundesrat erhielt anfangs Jahr dicke Post: Die Konsumentenzeitschrift K-Tipp deponierte 50.000 Unterschriften für ihre Petition „Faire Zinsen“. Diese verlangt von der Landesregierung, dass alle Vorsorgesparer auf ihr Alterskapital „faire Zinsen“ erhalten.

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  • Beat Wittmann

    Es lebe die Fokussierung

    Die Bank Julius Bär hat sich neu positioniert. Gleichwohl ist sie das geblieben, was sie schon immer war:

    ein Vermögensverwalter für Privatkunden sowie einer für institutionelle Kunden. Nur eben noch fokussierter und noch konzentrierter. An diesen Ansatz wird geglaubt. Denn man will alles sein – nur keine Universalbank.

    Fragen: Michael Lennert

    Antworten: Beat Wittmann, CEO Investment Products, Julius Bär

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  • Vermeintliche Heilsbringer?

    Viel Sicherheit und noch bessere Rendite versprechen strukturierte Produkte in der steuerbegünstigten Vorsorge 3a. Doch leider ist es wie im wahren Leben: „There is no Free Lunch.” Kritiker bemängeln etwa, dass insbesondere die Preistransparenz noch sehr gering sei - vor allem, je komplexer die Produkte sind.

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  • Manuel Ammann

    Mehr Wettbewerb bitte!

    Der Sankt Galler Finanzprofessor Manuel Ammann ist ein ausgewiesener Fachmann für strukturierte Produkte.

    Er beschreibt die Chancen, aber auch die Risiken der Produkte. Und begrüsst insbesondere ein grösseres Anlagespektrum für die Säule 3a. Doch nicht nur das.

    Fragen: Bernhard Raos

    Antworten: Professor Manuel Ammann, Hochschule Sankt Gallen

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  • Mylène Hader

    Frauenpower

    Die Oberaufsicht des Bundes über die Berufliche Vorsorge und die direkte Aufsicht über gesamtschweizerisch tätige Pensionskassen werden seit kurzem von drei Frauen geleitet. Sie plädieren für eine mächtigere Oberaufsicht. Einheitlichkeit als Credo. So könnte „Aufsichtstourismus“ verhindert werden.

    Fragen: Andreas Valda

    Antworten: Mylène Hader, Chefin der Oberaufsicht Berufliche Vorsorge, und Lydia Studer, Co-Chefin der direkten Aufsicht Berufliche Vorsorge

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  • Teures Geld ex machina

    Die zweite Säule ist eine gigantische Geldumwälzmaschine. Im Jahr 2006 – neuere Zahlen gibt es nicht – wurden 108 Milliarden Franken einbezahlt und 69 Milliarden entnommen. Die Transaktions- und Kontrollkosten dieser Geldströme dürften ein Hauptgrund für die hohen Durchführungskosten der zweiten Säule sein.

    (Seite 29  : 1874 Worte)
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  • Iwan Deplazes, Leiter Asset Management und Verantwortlicher für die taktische Bewirtschaftung des PK-ZKB-Vermögens

    Klares Bekenntnis

    Für die Pensionskasse der Zürcher Kantonalbank (PK der ZKB) ist das Jahr 2008 bereits fest umrissen. Die Agenda der Pensionskasse ist festgelegt und sieht wie folgt aus: Den Anteil der nachhaltigen Anlagen weiter erhöhen, die direkten Immobilienanlagen stärker in die gesamte Vermögensbewirtschaftung miteinbeziehen und „last, but not least“ die stetige Suche nach einer Verbesserung des Rendite-Risiko-Verhältnisses der bewirtschafteten Anlagen.

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