- Es reicht noch nicht!
Die gute Nachricht zuerst: Laut Swisscanto Pensionskassen-umfrage 2010 verhalfen der zurückliegende Aufschwung an den Märkten und die durchgeführten Sanierungsmassnahmen den meisten Schweizer Pensionskassen zu einer unerwartet schnellen Erholung. So wiesen per Ende des vergangenen Jahres bereits über 80 Prozent der privaten Schweizer Vorsorgeeinrichtungen wieder Deckungsgrade von durchschnittlich 103 Prozent auf. Zudem dürften die Deckungsgrade laut Studie seit Jahresbeginn noch einmal um etwa drei Prozentpunkte gestiegen sein.
Mehr . . . - Falsche Entscheidung
Das Schweizer Stimmvolk hat sich mit einem deutlichen Votum gegen eine Senkung des Umwandlungssatzes ausgesprochen. Die Entscheidung ist falsch und verhindert, die zweite Säule für die Zukunft wetterfest zu machen. Dringend zu lösende Probleme werden in die Zukunft verschoben. Die Konsequenzen hieraus sind klar: Bei unverändertem Umwandlungssatz drohen den Pensionskassen aufgrund einer höheren Lebenserwartung der Destinatäre und tieferer Renditeaussichten zukünftig vermehrt Deckungslücken, die durch andere Massnahmen wie beispielsweise die Erhöhung des Rentenalters, Mehreinnahmen oder Leistungskürzungen geschlossen werden können. Diese Massnahmen gehen jedoch zulasten der Aktiv-Versicherten und bedingen eine Ausweitung der Umverteilung in der zweiten Säule, die bereits jetzt in vollem Gange ist. Für spn Anlass genug, dem Thema Umverteilung die Titelgeschichte „Wie die Jungen die Alten subventionieren“ zu widmen. Autor Bernhard Raos kommt dabei unter anderem zu dem Schluss, dass es hier um Fragen des Systems geht, also ob man dem Umlageverfahren mehr Gewicht geben oder einen Ausbau der ersten zulasten der zweiten Säule will. Da aber die Deckungslücken bei den Pensionskassen ohne deutliche Korrekturen ständig wachsen, werden seiner Ansicht nach vor allem jüngere Versicherte de facto enteignet. Sie sparen nicht für sich, sondern für die Rentner.
Mehr . . . - Den Erwartungen voll entsprochen
Der 25. Geburtstag bedeutet schon etwas. Die Pubertät ist – jedenfalls in der Mehrheit der Fälle – im Wesentlichen überstanden, der Boden unter den Füssen wird fester und die Konturen des vor einem Liegenden werden klarer. Für viele beginnt der Ernst des Lebens in dieser Phase so richtig, wenn sie nach Abschluss eines Studiums ihre ersten Berufserfahrungen sammeln. Das erste Vierteljahrhundert an Lebenserfahrung gibt vielen ein erwachsenes Gefühl, zwingt aber auch dazu, dieses Gefühl an der Messlatte der Erwachsenen überprüfen zu lassen.
Mehr . . . - Alle Jahre wieder?
Als ich neulich mittags die Tür zu meinem Stammgriechen um die Ecke öffnete, musste ich glatt zweimal hinsehen: Eine Runde fröhlicher Menschen mit roten Zipfelmützen war dort offensichtlich zur Büroweihnachtsfeier zusammengekommen. Und zwar im November, bei milden 15 Grad plus. Damit war klar: Mein schwacher Versuch, die sich seit Wochen häufenden Anzeichen des bevorstehenden Weihnachtsfestes und des Jahresendes schlicht zu ignorieren, war endgültig gescheitert.
Mehr . . . - Im Umbruch
„Wir leben in einer Zeit tief greifender historischer Umbrüche. Dieser Prozess zwingt uns alle zum Umdenken“, formulierte einmal Richard Freiherr von Weizsäcker. Seine Worte könnten auch heute aktueller nicht sein: Dass wir uns derzeit im Umbruch befinden, zeigen verschiedene Artikel in der aktuellen spn ganz deutlich.
Mehr . . . - Gestärkt aus der Krise
Der Autor Wolfgang Mocher hat den Unterschied zwischen Wirtschaft und Politik einmal wie folgt formuliert: „Der Unterschied zwischen Politik und Wirtschaft besteht darin, dass Politik nie eigenes Geld kostet.“ Hanspeter Konrad, der Direktor des Pensionskassenverbandes Asip, drückte die Unzulänglichkeit der Politik in der aktuellen spn-Titelgeschichte „Kampf um die zweite Säule“ seinerseits wie folgt aus: „Das grosse Vermögen der zweiten Säule weckt Begehrlichkeiten. Die Politiker sagen sich häufig: Die zweite Säule hat genug Geld. Die zweite Säule soll zahlen.“ Beide Aussagen sind sicher nicht aus der Luft gegriffen.
Mehr . . . - Lessons learnt?
Die erfreuliche Nachricht zuerst. Die Zeichen mehren sich und die Gewissheit nimmt zu: Auch diese Krise wird vorübergehen. Doch Vorsicht! Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. „Krisen sollten Chancen sein für jene, die sie erleiden, nicht für jene, die sie erzeugen.” Diese frühe Mahnung des Schweizer Publizisten Dr. Ernst Reinhardt muss unweigerlich zu Fragen führen wie: Wird die Krise überhaupt als Chance begriffen? Und vor allem: Wird die Chance genutzt, mögliche Ursachen für die nächste Krise zu erkennen und diesen wirksam zu begegnen?
Mehr . . . - Yes, we have to!
„Unsere Möglichkeiten bleiben unverringert. Doch unsere Zeit der Untätigkeit, die Zeit, unangenehme Entscheidungen wegzuschieben – diese Zeit ist vorbei. Von heute an müssen wir uns aufrichten, den Staub abschütteln und beginnen, Amerika zu erneuern. Es gibt viel zu tun – überall, wo wir hinsehen“, sagte Barack Obama bei seiner Antrittsrede zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten.
Mehr . . . - Weihnachtsträume
„Zur Weihnacht zeigt die Welt sich immer so, wie sie sein könnte, wenn es die anderen 364 Tage im Jahr nicht gäbe“, formulierte der Aphoristiker und Publizist Willy Meurer sehr treffend.
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Michael Lennert, Redaktor
Der Preis des Risikos„Das Restrisiko ist das Risiko, das einem den Rest gibt“, formulierte der belgische Politiker Pierre Chevalier treffend.
Ob sich die Käufer und Anbieter von strukturierten Produkten über die Restrisiken dieser Produkte Gedanken gemacht haben, kann man freilich getrost anzweifeln.
Mehr . . .- Generationen aller Schweizer, vereinigt Euch!
„Je früher Massnahmen ergriffen werden, desto geringer fallen die notwendigen Korrekturen der demografischen Entwicklung in der Schweiz aus und desto gerechter können die Lasten zwischen den Generationen verteilt werden.” So lautet das Fazit des Eidgenössischen Finanzdepartements (EFD) in seinem Bericht über die Langfristperspektiven der Haushalte von Bund, Kantonen, Gemeinden und Sozialwerken (AHV/IV/ALV) bis zum Jahr 2050.
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Michael Lennert, Redaktor
Das Ungleiche ist des Gleichen Feind„Des Staates höchstes Gut ist die Gerechtigkeit. Das Gerechte aber muss für alle etwas Gleiches sein“, sagte schon Aristoteles. Übertragen auf die Diskussion zu Solvency 2 und seinem eidgenössischen Pendant, dem Swiss Solvency Test (SST), wundert es daher sicher nicht, wenn sich bei der Gleichbehandlung der Schweizer Vorsorgeeinrichtungen insbesondere die Vertreter der Versicherungswirtschaft die Frage stellen, weshalb die Aufsichts- und Kontrollinstrumentarien für Lebensversicherungen und Pensionskassen unterschiedlich sein sollen, genauer gesagt, warum der SST nicht auch für autonome Pensionskassen gelten soll.
Mehr . . .- Einfluss hin, Einfluss her
Aktiv Einfluss ausüben lohne sich nicht, die Wahrscheinlichkeit erfolgreicher Intervention sei einfach zu klein. So lautet das Resultat einer Studie des Zentrums für nachhaltige Unternehmens- und Wirtschaftspolitik an der Universität Zürich aus dem Jahr 2006, die die Wirksamkeit der Wahrnehmung von Aktionärsrechten untersuchte. Begründet wurde dies vor allem mit der Notwendigkeit und den zu hohen Kosten von Koalitionen zur Ausübung der Stimmrechte. Denn Koalitionen seien deshalb nötig, weil auch Pensionskassen diversifizieren und deswegen nur sehr kleine Anteile von einzelnen Unternehmen halten. Kurzum: Nur Nichtstun sei logisch.
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Bernhard Raos, Redaktor
Gefragte Strukturen?In den Wertschriftendepots von Schweizer Banken lagen per Ende September 2007 rund 363 Milliarden Franken in strukturierten Produkten. Kein anderes Land hat einen stärkeren Markt. Vor allem Privatanleger sorgen für den Boom. Auch in der privaten Vorsorge der dritten Säule sind mehrere institutionelle Anbieter ins Geschäft mit den Strukturierten eingestiegen – allerdings mit engen Leitplanken und vollem Kapitalschutz, wie die Titelgeschichte von spn beschreibt.
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Michael Lennert, Redaktor
Von Chancen und RisikenKennen Sie das? Ein komplexes Thema, vier Experten, fünf Experten-Meinungen, viele Aspekte, zeitweise diametrale An-nahmen, Konzepte und Ideen: Unter diesen Voraussetzungen eine fundierte Bewertung abzugeben und diese auch noch schriftlich zu fixieren, das kann einem schon Kopfzerbrechen bereiten.
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Michael Lennert, Redaktor
Jetzt geht’s los!Nein, es ist noch nicht vorbei; es geht erst richtig los! Die Rede ist von dem Beben auf den US-Hypotheken- und Immobilienmärkten und den dadurch ausgesandten Schockwellen auf benachbarte und artverwandte Sektoren.
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Michael Lennert, Redaktor
Transparenz ist ganz einfachEigentlich ist es ganz einfach: Vorsorgeeinrichtungen haben bei der Rechnungslegung den Grundsatz der Transparenz zu beachten. Das zumindest fordert der schweizerische Gesetzgeber seit April 2004 ausdrücklich. Auch aufgeschreckt durch Medienberichte, in denen bei einigen Sammelstiftungen der Lebensversicherer über Verwaltungskosten von 800 Schweizer Franken und mehr je Versicherten berichtet wurde. Das damals ausgegebene Ziel: Durch Transparenz Kosten senken. Transparent ist dabei diejenige Vorsorgeeinrichtung, die ihre Verwaltungskosten – die Kosten für die allgemeine Verwaltung, die Vermögensverwaltung und die Kosten für Werbung und Marketing – nach Swiss Gaap Fer 26 ausweist.
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Michael Lennert, Redaktor
Geht’s noch nachhaltiger?Kaum etwas diskutiert Europa in diesen Tagen so intensiv wie den Klimawandel und seine Folgen. Die jüngsten Schlagzeilen grosser Tageszeitungen hierzu lauten nahezu identisch: „Der EU-Gipfel sagt ja zum Klimaschutz“, so titelte etwa die Neue Zürcher Zeitung; die deutsche Welt am Sonntag fragte: „Kann Europa das Weltklima retten?“, und Die Zeit orakelte, „dass sich in der Umweltpolitik die Idealisten als die wahren Realisten erweisen.“ In der Tat: Der Kampf gegen den Klimawandel geht alle an, und deshalb muss rasch gehandelt werden – aber bitte weltweit, nicht nur in Europa.
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Michael Lennert, Redaktor
Vorsicht Anlagerichtlinien!Regeln sind da, um nicht gebrochen zu werden. Nein, derart einfach ist es nicht. Schon gar nicht bei den Anlagerichtlinien der Artikel 49 bis 60 des BVV2. Denn die dürfen, wenn man den Artikel 59 BVV2 mit einer stichhaltigen Begründung bemüht, ja hochoffiziell gebrochen werden.
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Die Vorbildfunktion pflegen!Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
herzlich willkommen zur ersten Ausgabe der Schweizer Pensions- & Investmentnachrichten. Sicherlich, es ist ein Zufall, dass die Startausgabe dieser Publikation der Financial-Times-Gruppe ausgerechnet in Zeiten nationaler Aufruhr um die Pensionskassenlandschaft erscheint. Kein Zufall ist, dass wir diese Ausgabe der Pension Fund Governance widmen – einem Thema, das lange vernachlässigt wurde. Und das selbst in der Schweiz, dem vermutlich professionellsten und etabliertesten beruflichen Vorsorgemarkt aller OECD-Staaten.
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- Konrad Hummler, Wegelin
- Mit der Lizenz zum Geldverdienen
- Aktives versus passives Asset Management
- Nur eine von zehn Pensionskassen ist risikofähig
- Risikomanagement
- Wo die Jungen die Alten subventionieren
- Vertrauen wieder herstellen
- Pensionskassen 2010: Vorerst auf Kurs
- Ist nach der Krise vor der Krise?
- Eigenleistung als Trumpfkarte

