Schweizer Pensions- & Investmentnachrichten
News
  • Die Podiumsdiskussion der B&B Vorsorge in Basel widmete sich ganz den Herausforderungen der zweiten Säule

    Ist nach der Krise vor der Krise?

    Zwar hat sich der Deckungsgrad der Vorsorgeeinrichtungen in der Schweiz verbessert. Dennoch stellt sich die Frage, wie gut die Schweizer Pensionskassen auf das gegenwärtige Umfeld vorbereitet sind. Denn: Die Situation an den Finanzmärkten präsentiert sich erneut labil. Ist also nach der Krise vor der Krise? Dieser Frage gingen Ende Mai drei Vorsorge-Experten auf einer Podiumsdiskussion der B&B Vorsorge in Basel nach. Gottlieb Keller etwa, Mitglied der Roche-Konzernleitung, hält Pensionskassen erst dann für saniert, wenn sie 20 bis 25 Prozent Schwankungsreserven aufweisen. Die seien wichtig, um die Wechselwirkung zwischen positiven und negativen Anlagejahren, die es als solche immer geben werde, zu glätten. Dass immer noch 10 bis 15 Prozent der Kassen eine Unterdeckung aufweisen, gab Philipp Spichty, stellvertretender Direktor und Bereichsleiter Finanzmandate des Gewerbeverbands Basel-Stadt, zu bedenken. Selbst die Kassen mit einer Deckung von über 100 Prozent müssten noch an der langfristigen Sicherheit arbeiten. Und Bernhard Madörin, CEO und VR-Präsident der artax Fide Consult, kritisierte, dass bei einer Unterdeckung sofort die gesetzlichen Alarmmechanismen greifen und die Pensionskassen umgehend in Handlungszwang bringen, obschon auf Krisen immer eine Erholung gefolgt sei und langfristig eine Aufwärtsbewegung resultiere. Er appellierte dafür, gelassener in die Zukunft zu schauen. Die staatlichen Rettungsmassnahmen werden, so fürchtet der Steuer- und Treu­hand­experte, nun kurzfristig mehr Regulierungen nach sich ziehen.

    Mehr . . .  
  • Zuhnehmendes Ja zur Nachhaltigkeit

    Nachhaltige Anlagen werden bei ­institutionellen Investoren immer ­beliebter. So verzeichnet das Sustainability Business Institutes (SBI) einen stetig steigenden Zuwachs an nachhaltigen Fondsvehikeln. Waren per Ende 2009 in der Schweiz, Österreich und Deutschland insgesamt 313 nachhaltige Publikumsfonds mit einem Fondsvermögen von rund 31 Milliarden Euro zum Vertrieb zugelassen, stieg deren Anzahl gegen Ende März schon auf 330. Daneben gaben beispielsweise zwei Drittel von 242 befragten deutschen institutionellen Investoren bei einer Studie von Union Investment zu nachhaltigen Investments an, in ökologisch, sozial oder ethisch ausgerichtete Anlageprodukte zu investieren.

    Mehr . . .  
  • Wer suchet, der findet

    Die Zahl der Manager Searches hat 2009 weltweit zugenommen, nachdem 2008 ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen war. Die gefragteste Anlageklasse institutioneller Investoren bleiben weiterhin globale Aktien. Das geht aus einer aktuellen Studie des Beratungsunternehmens Mercer hervor, das hierzu 826 durchgeführte Manager Searches mit einem Volumen von insgesamt circa 72,2 Milliarden Euro auswertete. Konkret hat die Zahl der Manager-Suchen 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent zugenommen. Am grössten ist die Veränderung in Australien, wo sich die Anzahl der Suchen verdoppelt hat. Auch in Europa und Grossbritannien ist ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen, während die Steigerung in Nordamerika vergleichsweise niedrig ausgefallen ist. In Asien wiederum hat die Anzahl der Suchen um ein Drittel abgenommen. Globale Aktien sind weltweit mit 191 Manager-Suchen und einem Volumen von circa 19,2 Milliarden Euro die gefragteste Anlageklasse geblieben. Dahinter folgen globale Obligationen-Papiere mit 92 Suchen und Immobilien mit 67 Suchen.

    Mehr . . .  
  • Pensionskassen 2010: Vorerst auf Kurs

    Nimmt man den BVG-Index Pictet LPP 25 von Anfang Juni als Gradmesser, liegt die Performance der Vorsorgeeinrichtungen mit + 2,72 Prozent über dem Stand von Ende 2009. Damit befinden sich die meisten Kassen vorerst auf Kurs, was ihre Sollrendite betrifft. Die detaillierten Pensionskassenbarometer der Banken berichten quartalsweise und hinken der aktuellen Entwicklung daher notgedrungen hinterher. Auch im „UBS Pensionskassenbarometer“ und dem „Schweizer Pensionskassen Index“ der Credit Suisse ist die PK-Welt nach dem ersten Quartal 2010 in Ordnung: Bis März betrug die Rendite laut UBS durchschnittlich 2,10 Prozent (Ende April 2,60 Prozent), gemäss CS-Index lag sie mit 2,37 Prozent im Plus. „Dieses Resultat wurde massgeblich positiv beeinflusst durch stark positive Renditen bei Aktien, vor allem im Schweizer Markt,“schreibt die UBS. Beträchtlich waren die Renditeunterschiede (UBS) zwischen den Pensionskassen. Die Bandbreite für den März 2010 reichte von 0,28 bis 3,22 Prozent. Trotz des vierten positiven Quartals in Folge, betrug die annualisierte Rendite im CS-Index über die letzten 10 Jahre tiefe 2,02 Prozent, während die annualisierte Mindestverzinsung per 31.3.2010 bei 2,74 Prozent lag. Der CS-Index, der Anfang 2000 mit 100 Punkten gestartet wurde, wies daher immer noch eine Differenz von 10,14 Prozent zur Mindestverzinsung auf. Der Abstand zur Zielrendite der Vorsorgeeinrichtungen, die meist zwischen 4 und 5 Prozent beträgt, ist noch viel grösser. Und nach wie vor fehlen den meisten Kassen notwendige Schwankungsreserven.

    Abb. : Credit Suisse Schweizer Pensionskassen Index


    Quelle: Credit Suisse 31. 3. 2010

    Mehr . . .  
  • Bei Scheidung stark umstritten

    Die Vorlage des Bundesrates zum Vorsorgeausgleich bei Scheidung wurde in der Vernehmlassung vor allem von den Vorsorgeeinrichtungen heftig zerzaust. Der Schweizerische Pensionskassenverband Asip beantragt, die Vorlage an den Bundesrat zurückzuweisen und unter Beizug von Praktikern „von Grund auf neu zu bearbeiten“. Vor allem die vorgesehene Teilung der Austrittsleistung auch nach Eintritt des Vorsorgefalls sei nicht praxistauglich. Es stellt sich die Grundsatzfrage, ob nach Eintritt eines Vorsorgefalls überhaupt ein Vorsorgeausgleich nach einem starren System vorgenommen werde kann: Was ist zu teilen, die laufende Rente oder das darauf entfallende Deckungskapital? Der Gesetzesvorschlag sieht vor, dass das Deckungskapital, beziehungsweise der Rentenbarwert geteilt werden. Der Asip warnt vor einem „weiteren Fall von Überregulierung“ und wertet die Vorlage als Rückschritt gegenüber der heutigen Regelung. BRA

    Mehr . . .  
  • Flexible Altersrenten als Königsweg

    Die Aufteilung der Altersleistungen der zweiten Säule in eine garantierte Rente und einen Bonusteil ist ein Ausweg aus der Demografiefalle, in der viele Vorsorgeeinrichtungen stecken. Dieses Modell kann heute schon von rund der Hälfte der Kassen realisiert werden. ­Voraussetzung ist, dass das sogenannte BVG-Minimum nicht verletzt wird – umhüllende Kassen mit obligatorischen und überobligatorischen Sparkapitalien erfüllen meist diese Voraussetzung. Das Vermögenszentrum VZ hat zusammen mit Kunden zwei Modelle entwickelt: Beim Modell „Individualisierung“ führt die Pensionskasse für jeden Versicherten zwei Konten. Auf das Sparkonto fliessen Freizügigkeitsleistungen, Einkäufe von Beitragsjahren, die paritätisch finanzierten Sparbeiträge sowie die Mindestverzinsung auf dem BVG-Kapital. Auf das Konto „Individuelle Wertschwankungsreserve“ kommen überparitätische Sparbeiträge des Arbeitgebers sowie der gesamte Ertrag auf dem Sparguthaben, der die Mindestverzinsung übersteigt. Diese individuelle Schwankungsreserve darf 20 bis 30 Prozent des Sparkonto-Werts nicht übersteigen, sonst legt die Aufsichtsbehörde ihr Veto ein. Übersteigende Beiträge werden deshalb aufs Sparkonto umgebucht. Laut VZ führt dieses Modell langfristig zu besseren Altersleistungen, allerdings tragen die Versicherten einen erheblichen Teil des Anlagerisikos. Weil Verluste nicht mehr überwälzt werden, sinkt das Unterdeckungsrisiko markant. Eine Teilliquidation von freien Mitteln ist ausgeschlossen, da keine freien Mittel mehr gebildet werden.

    Mehr . . .  
  • Kein Geld für die Freundin

    Wer sein Geld aus der zweiten Säule als Todesfallkapital der Freundin oder dem Freund überlassen will, sollte dies zu Lebzeiten mit einer entsprechenden Begünstigungserklärung gegenüber seiner Pensionskasse festlegen. Das geht aus einem neuen Urteil des Bundesgerichts hervor (Urteil 9C_3/2010 vom 31.3.2010). Seit dem 1.1.2005 erlaubt das BVG, dass Vorsorgeeinrichtungen auch Hinterlassenenleistungen an Konkubinatspartner im Reglement vorsehen können. Unklar war bisher, ob solche Leistungen von einer Begünstigungserklärung zu Lebzeiten abhängig sind. Für das Bundesgericht gehören solche Begünstigungen zur überobligatorischen Vorsorge, denn die Pensionskassen sind frei, ob sie Hinterlassenenleistungen für die Freundin oder den Freund vorsehen wollen oder nicht. Besteht nun kein Gesetzesanspruch, sondern ist der Anspruch vom jeweiligen Reglement der Vorsorgeeinrichtung abhängig, fand das Bundesgericht, dass ein „Reglement diese Begünstigung auch von einer entsprechenden Erklärung des Versicherten abhängig machen kann“. Es gehe nicht um eine zusätzliche materielle Bedingung, sondern bloss um eine formelle Voraussetzung. Deshalb wies das Bundesgericht die Beschwerde einer Frau ab, deren Partner 2007 verstarb. Die Frau erhält kein Geld aus dessen zweiter Säule, weil ihr Freund es verpasst hatte, die nötige schriftliche Erklärung abzugeben. Das Todes­fallkapital geht in diesem Fall an die ­Mutter und die drei Schwestern des Verstorbenen. BRA

    Mehr . . .  
  • Kurz & bündig

    +++ Trotz Restrukturierungen und Übernahmen am Finanzplatz Schweiz konnte die Swiss Funds Association SFA ihre Mitgliederzahl auch 2009 ausbauen und diese seit 2004 beinahe verdoppeln. Mittlerweile zählt die Vereinigung 160 Mitglieder. Die Hauptaktivitäten des Verbandes im vergangenen Jahr waren laut eigenen Angaben der Beitrag zur Weiterentwicklung der Schweizer Finanzplatzstrategie, die Erarbeitung der Fondskampagne sowie die Bestrebungen zur Verbesserung des EU-Richtlinienvorschlags für Alternative Investment Fund Managers (AIFM). Für 2010 stehen vor allem der Marktzutritt zur EU und eine bessere Planbarkeit der KAG-Bewilligungs- und Genehmigungsverfahren bei der Finma im Mittelpunkt.

    Mehr . . .  
  • Von wegen langer Anlagehorizont

    Fast zwei Drittel aller Investment-Strategien haben einen kürzeren Anlagehorizont als vom Investor gewünscht. Im Zeitraum von Juni 2006 bis Juni 2009 überschritten fast zwei Drittel der auf in titutionelle Investoren ausgerichteten Strategien ihr erwartetes Handelsvolumen. Das Volumen lag im Durchschnitt um 26 Prozent höher. Bei einigen Strategien überstieg es die Erwartungen sogar um 150 bis 200 Prozent.

    Mehr . . .  
  • Es ist noch zu früh, um sich zurückzulehnen. Die Risikofähigkeit ist nach wie vor eingeschränkt

    Deckungsgrad: Ende 2009 bei 98,3 Prozent

    Der Swisscanto-Pensionskassen-Monitor spiegelt das gute Anlagejahr 2009 wider. Ende 2009 erhöhte sich die durchschnittliche, vermögensgewichtete Deckung auf 98,3 Prozent. Innert Jahresfrist konnten die Kassen ihre Deckung um 6,6 Prozentpunkte verbessern. Während die privatrechtlichen Pensionskassen mit einem Deckungsgrad von 104,3 Prozent wieder am Aufbau der notwendigen Wertschwankungsreserven arbeiten, sind die öffentlich-rechtlichen Kassen mit 91,9 Prozent immer noch deutlich in Unterdeckung.

    Mehr . . .  
  • Immer noch Performance-Lücke

    Der Credit Suisse Schweizer Pensionskassenindex, der zu Beginn des Jahres 2000 mit 100 Punkten gestartet wurde, wies per Ende 2009 einen kumulierten Anstieg auf 121,68 Punkte aus. Das ist weit unter der Sollrendite gemäss BVG-Mindestverzinsung. Dieser Vergleichsindex erreichte Ende 2009 bereits 134,03 Punkte. Die gesamte Differenz zwischen dem Pensionskassenindex und der BVG-Vorgabe hat sich immerhin per Ende 2009 auf 12,35 Punkte (9,21 Prozent) reduziert.

    Mehr . . .  
  • Psychische Leiden belasten Kassen

    Am 18. März veranstaltet das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV in Zürich eine internationale Konferenz zum Thema Invalidisierung aufgrund psychischer Erkrankungen. Werden IV-Renten zugesprochen, löst dies in der Regel auch eine Rente der Vorsorgeeinrichtung aus. 2007 – aktuellere Zahlen liegen nicht vor – bezogen insgesamt 134.620 Versicherte eine IV-Rente ihrer Pensionskasse, im Jahr 2000 waren es 102.504.

    Mehr . . .  
  • Eheliche Schicksalsgemeinschaft

    Das Bundesgericht (5A_458/2008) hat ein Urteil des Kantonsgerichts korrigiert und die hälftige Teilung der Vorsorgeguthaben eines ungleichen Paares verlangt. Beschwerde geführt hatte der Ehemann, der gemäss Vorinstanz nur ein Viertel der während der Ehe geäufneten Guthaben der zweiten Säule erhalten sollte. Doch halbe-halbe darf nur in Ausnahmefällen verweigert werden. Was im Fall des Ehepaares X. gemäss Bundesgericht nicht zutrifft: Sowohl der Altersunterschied – sie zum Zeitpunkt der Scheidung 63, er 48 – als auch der Kontostand der zweiten Säule sind gross. Das Guthaben der Ehefrau in der PK beträgt 760.000 Franken, wovon 640.000 Franken aus der Zeit der Ehe stammen. Der Ehemann verfügt über ein Freizügigkeitsguthaben von 80.000 Franken, davon gut 66.000 Franken während der Ehe erworben. Das Bundesgericht konnte im grossen Unterschied der Guthaben „kein offensichtliches Missverhältnis“ erkennen. Zudem wurde berücksichtigt, dass die Ehefrau bedeutende Einkäufe in die Vorsorgeeinrichtung getätigt hatte. Ohne Einkäufe wäre dieses Geld in die Errungenschaft der Ehefrau geflossen und im Rahmen der güterrechtlichen Auseinandersetzung geteilt worden. „Unter diesem Blickwinkel erscheint die hälftige Teilung weder offensichtlich stossend, absolut unbillig noch vollkommen unhaltbar“, so das Höchstgericht. Dass Ehepartner finanziell ungleich gut gebettet sind, reicht nicht aus, um vom Halbe-halbe-Recht abzuweichen. Die eheliche Schicksalsgemeinschaft gilt auch hier. BRA

  • Absichern ja, doch wie?

    Nach den erheblichen Verlusten des vergangenen Jahres sollen Pensionskassen nicht mehr tatenlos der Talfahrt ihres Deckungsgrades zu-schauen. Das Beratungsunternehmen Libera machte sich deswegen auf die Suche nach drei Absicherungsmethoden, die die Kassen vor Turbulenzen schützen sollen. Als geeignet angesehen wurden dabei eine dynamische Anlagestrategie, die Absicherung mit der „Constant-Proportion-Portfolio-Insurance“-Methode (CPPI) sowie die Absicherung mit dem sogenannten „Collar“. Doch Vorsicht, auch bei der Absicherung gilt: There is no free lunch. So sieht Libera bei der dynamischen Absicherungsstrategie zwar einen Hauptvorteil in der regelmässigen Anpassung der Strategie. Der Hauptnachteil bestünde jedoch wegen des tiefen Aktienanteils in einer Unterdeckungssituation, in der begrenzten Partizipation an steigenden Aktienmärkten. Beim CPPI wiederum wird einem risikoreichen, breit diversifizierten Portfolio eine risikofreie Anlage hinzugefügt. Das Problem: Das Verfahren sei mit regelmässigen Umschichtungskosten verbunden und könne bei Transaktionen mit illiquiden Anlageinstrumenten des risikoreichen Portfolios durch Engpässe beeinträchtigt werden. Und last, bust not least die Absicherung mit dem „Collar“. Hier hält die Kasse neben dem risikoreichen, abzusichernden Portfolio eine Kombination aus Put- und Call-Optionen auf demselben Basiswert. Zu beachten sei laut Libera jedoch hier, dass die Optionen eine befristete Laufzeit haben und daher regelmässig erneuert werden müssen.

  • Arbeit aufgenommen

    Das „Forum nachhaltige Anlagen – Schweiz“ hat die Arbeit aufgenommen und als ehrgeiziges Ziel bekannt gegeben, den Anteil nachhaltiger Fonds in der Schweiz bis zum Jahr 2015 auf 10 Prozent steigern zu wollen. Das Forum hat derzeit 21 Mitglieder, darunter die Bank Sarasin, Ethos, UBS, ZKB Raiffeisen und Vontobel. Nachhaltige Anlagen haben in der Schweiz in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen. So stieg das Volumen nachhaltiger Anlagen per Ende 2004 von knapp 4 Milliarden Schweizer Franken bis zum Jahr 2008 auf ganze 34 Milliarden Schweizer Franken an. Und auch während der Finanzkrise hätten nachhaltige Anlagen weniger gelitten, denn: Laut Forum verzeichneten diese im Gegensatz zum Gesamtmarkt auch noch im Jahr 2008 deutliche Nettozuflüsse. Das „Forum nachhaltige Geldanlagen“ rechnet deswegen bis Ende 2015 bei nachhaltigen Fonds mit einem Fondsvolumen in Höhe von rund 100 Milliarden Franken. ML

  • Lehren, Prognosen und Herausforderungen

    Nach der Krise ist vor der Krise. Das wäre vielleicht zu viel gesagt. Aber dass Pensionskassen auch im Jahr 2010 schwierige Zeiten ins Haus stehen, davon gehen Experten wie Mike O‘Brian, Leiter des institutionellen Geschäfts für die Regionen Europa, Mittlerer Osten und Afrika bei BlackRock aus. Und zwar unter anderem durch weiter unsichere Finanzmärkte, eine zunehmende Regulierung, demogragfischen Druck, die Notwendigkeit Finanzierungsprobleme entschlossen anzugehen sowie eine unaufhaltsame Verschiebung vom Leistungsprimat hin zum Beitragsprimat. „Die Effizienzverbesserung von Portfolios wird im Jahr 2010 ebenfalls ein Thema sein – insbesondere dürften institutionelle Anleger verstärkt auf synthetische Instrumente und Absolute-Return-Strategien setzen und weiterhin eine Diversifizierung in alternativen Vermögensanlagen und Schwellenländern anstreben“, sagt O‘Brian. Und das sei auch der Trend hin zu noch besser durchdachten Ansätzen zur Minderung oder Erhöhung von Portfolio-risiken. Insbesondere weil die letzten Jahre gezeigt hätten, wie wichtig gerade Risikomanagement ist. Deswegen müssen institutionelle Investoren nach Ansicht des BlackRock-Experten einerseits zunehmend in der Lage sein, Risiken schnell mindern oder erhöhen zu können, einfach um Gefahren besser abzuwenden oder Gelegenheiten wahrzunehmen. Andererseits gilt es speziell aufsichtsrechtliche Risiken wie zum Beispiel Solvency II oder die AIFM-Richtlinie noch besser adressieren zu können. Ebenso an Bedeutung würden zudem die Corporate Governance sowie umweltpolitische Fragen gewinnen.

    Mehr . . .  
  • Nicht weit genug

    Der Schweizerische Versicherungsverband SVV hat zwar die Finanzmarktstrategie des Bundes begrüsst. Die daraus abgeleiteten Massnahmen gingen allerdings nicht weit genug. So fehlen dem SVV etwa verbindliche Zeitvorgaben. Gleichwohl teile der SVV die strategischen Hauptstossrichtungen der Finanzmarktstrategie, sprich Massnahmen wie die Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Finanzsektors, die Sicherung und Verbesserung der Marktzutritte, die Verbesserung der Krisenresistenz des Finanzsektors und die Sicherstellung der Integrität des Finanzplatzes.

    Mehr . . .  
  • Kurz & bündig

    +++ Nein zum „Rentenklau“ propagieren die Gegner eines tieferen Umwandlungssatzes und sprechen von einem unzu-mutbaren Einschnitt bei den künftigen Renten. Auf der Home-page der Gewerkschaft Unia ist ein „Rentenklau-Rechner“ aufge-schaltet, wo jedem vorgerechnet wird, was eine Senkung des Um-wandlungssatzes von 6,8 auf 6,4 für ihn bedeutet. Der Ansatz ist umstritten, denn das Sparkapital der Versicherten wird ja nicht geschmälert, sondern auf mehr Lebensjahre verteilt. Die Gewerk-schaften argumentieren, dass mit der im Jahr 2003 beschlos-senen Senkung des Umwandlungssatzes von 7,2 auf 6,8 bis 2014 die höhere Lebenserwartung bereits berücksichtigt werde. Seither sei die Lebenserwartung nicht wesentlich gestiegen. Ins Visier genommen werden die Lieblingsgegner der Linken – die Versicherungsgesellschaften und Aktionäre. Sie würden Milliardengewinne einstreichen und wären die treibenden Kräfte hinter den Rentensenkungen. Dass der grösste Versicherer Swisslife im Krisenjahr 2008 im Geschäft mit der zweiten Säule fast eine Milliarde verloren hat, wird allerdings nicht erwähnt.

    Mehr . . .  
  • Runter mit dem Umwandlungssatz!

    Eine geschlossene bürgerliche Allianz in der Schweiz will die Senkung des Umwandlungssatzes in der zweiten Säule. Ende 2009 haben Vertreter von FDP, SVP, CVP, GLP und BDP die Abstimmungskampagne für den 7. März lanciert. Dann entscheiden die Stimmbürger, ob die jährlichen Renten ab dem Jahr 2016 noch mit einem Rentenfaktor von 6,4 umgerechnet werden. Für die Befürworter ist diese Senkung von aktuell 7,0 für Männer und 6,95 für Frauen wegen der höheren Lebenserwartung nötig, denn das individuell angesparte Kapital müsse länger reichen.

    Mehr . . .  
  • Wie viel Rente zwischen 2011 und 2015?

    Der Umwandlungssatz für die Übergangsjahre 2011 bis 2015 ist noch nicht bekannt. Bei der ersten BVG-Revision im Jahr 2005 wurde beschlossen, dass der Rentenfaktor von ursprünglich 7,2 Prozent bis zum Jahr 2014 schrittweise auf 6,8 Prozent gesenkt wird. Durch eine Senkung auf 6,4 am 7. März würde die erste BVG-Revision sozusagen überholt. Vorgesehen ist, dass der Umwandlungssatz ab dem Jahr 2016 bei 6,4 Prozent liegt. Offen ist allerdings, wie schnell man zu diesem tieferen Wert gelangt. Verantwortlich dafür ist der Bundesrat, der dazu eine Verordnung erlassen muss. Was Sache wäre, soll laut Bundesamt für Sozialversicherungen erst entschieden werden, wenn der neue Umwandlungssatz an der Urne auch tatsächlich bestätigt wird. Für die betroffenen Neurentner bedeutet dies mehr oder weniger Unsicherheit. Sie können aber wohl davon ausgehen, dass die Anpassungen ab 2011 linear in kleinen Schritten vorgenommen würde. BRA

  • Wo die Schweizer der Schuh drückt

    Mit Abstand die meisten Sorgen bereitet den Eidgenossen die Arbeitslosigkeit. Im aktuellen Sorgenbarometer, im Auftrag der Credit Suisse durch das Berner Forschungsinstitut GFS bei 1.009 repräsentativ ausgewählten Stimmberechtigten erfasst, schnellten die Nennungen für „Arbeitslosigkeit“ im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent auf 66 Prozent hoch.

    Mehr . . .  
  • Null Zinsen bei Unterdeckung

    109 Pensionskassen mit Unterdeckung haben sich in der aktuellen Hewitt-Umfrage zu ihren Sanierungskonzepten geäussert. Die Ergebnisse im Überblick: Über die Hälfte gehen davon aus, dass die künftige Anlagerendite ausreicht, um die Kasse zu sanieren. Trotzdem verzinsen deutlich mehr als die Hälfte der Kassen die Altersguthaben für 2009 mit einem Zinssatz unterhalb des BVG-Mindestzinssatzes. Drei Viertel der Minderverzinser haben sich für eine Nullverzinsung entschieden und 7 Prozent sogar eine Minderverzinsung der BVG-Altersguthaben beschlossen. Das ist unter bestimmten Voraussetzungen beschränkt möglich. Bei der Verzinsung des überobligatorischen Sparteils sind die Pensionskassen bekanntlich frei. Ein Viertel der Kassen profitierten von Einmaleinlagen von Arbeitgebern oder patronalen Stiftungen und ein Sechstel von einem Verwendungsverzicht auf die Arbeitgeberreserven. Sanierungsbeiträge wurden nur bei 21 Prozent der Kassen beschlossen, während 2 Prozent auch ihre Rentner zur Kasse baten.

    Mehr . . .  
  • Erstes Rating für ETFs

    Exchange Traded Funds (ETFs) werden zunehmend zum zentralen Portfoliobestandteil etlicher institutioneller Investoren. So zeigt eine aktuelle Studie von Barclays Global Investors, dass die Zahl der institutionellen Investoren, die ETFs nutzen, im vergangenen Jahr weltweit um 12 Prozent auf 2.926 gestiegen ist. Das entspricht einer durchschnittlichen Wachstumsrate in den vergangenen 11 Jahren von knapp 30 Prozent.

    Mehr . . .  
  • Alles dreht sich um den Deckungsgrad

    Schweizer Pensionskassen können besser werden, sowohl bei der Diversifikation der Anlagen als auch in der Vermögensbewirtschaftung. Viele Kassen sind von der kurzfristigen Deckungsgrad-Optik getrieben. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Grossbank Credit Suisse. Die Verfasser werfen auch einen Blick über den Gartenzaun.

    Mehr . . .  
  • Vorsichtiger Optimismus

    Jede Medaille hat zwei Seiten, auch die Anlageklasse Immobilien Schweiz. So scheint es, als seien die Schweizer Bau- und Immobilienmärkte bis jetzt glimpflich durch die Krise gekommen, vor allem im Vergleich zu den USA, Grossbritannien oder Spanien. Doch der Schein trügt. Denn eines lässt sich heute mit Sicherheit schon sagen: Die Krise ist weder im Immobilien- noch im vorgelagerten Bausektor schon ausgestanden, sie steht vielmehr erst bevor. Das auf jeden Fall geht aus der aktuellen Ausgabe des „Immo-Monitorings“ von Wüest&Partner hervor. Bevorstehen würde die Krise deswegen, da Immobilienmärkte die Auswirkungen eines Konjunktureinbruchs typischerweise erst mit ein bis zwei Jahren Verspätung voll zu spüren bekommen. Panik ist gleichwohl nicht angebracht, da laut Studie die Folgen der aktuellen Rezession für die Immobilienbranche wohl weniger gravierend ausfallen werden als bei früheren Konjunktureinbrüchen.

    Mehr . . .  
  • Witwe ist nicht gleich Witwer

    Die Mitarbeiter der Walliser Spitäler waren bei der Comunitas Vorsorgestiftung versichert. 2003 wurden alle Spitäler zum Gesundheitsnetz Wallis (GNW) zusammengeschlossen, worauf die Comunitas nach einiger Korrespondenz mit dem GNW die bestehenden Anschlussverträge auf Ende 2004 kündigte. In der Folge wurde man sich nicht einig über die Modalitäten der Auflösung. Daraufhin klagte die Comunitas 2006 beim Kantonsgericht eine Nachzahlung ein. Das Gericht sprach der Klägerin einen Einmalbetrag zur Finanzierung des künftigen Teuerungsausgleichs auf die laufenden Renten zu, gemäss den versicherungstechnischen Grundlagen der Comunitas. Dagegen erhob das GNW Beschwerde beim Bundesgericht und stellte den Antrag, das angefochtene Urteil aufzuheben.

    Mehr . . .  
  • „Der nächste Kondratieff-Zyklus muss grün sein“

    Im Dezember beginnt die UN-Klimakonferenz in Kopenhagen. Was lag näher, als Professor Ernst Ulrich von Weizsäcker auf dem Nachhaltigkeits-Symposium der Financial Times und dpn, der Schwesterpublikation von spn, in Frankfurt um seine Stellungnahme zu der Frage zu bitten: „Das Versprechen Nachhaltigkeit – was Kopenhagen halten muss“. Die Aufgabe ist einfach umrissen. Solange das Zeitfenster noch offen ist – und das sind wohl nur noch zehn Jahre –, gilt es, einen sanften Übergang zu organisieren. Nicht mehr und nicht weniger. Aber Kopenhagen kann nicht zum Erfolg werden, so legte der engagierte Biologe und Preisträger des Bundesumweltpreises in einem mitreissenden Vortrag dar, solange zwei Bedingungen weiter vorherrschen: zum einen die Freiwilligkeit, die die Chinesen, Inder und Brasilianer kategorisch einfordern, und zum anderen der Kyoto-Prozess, der ungeeignet ist, das strukturelle Problem zu lösen. Eindringlich rief von Weizsäcker seine strukturellen Fehlanreize in Erinnerung, vor allem die Vollanrechnung von Biokraftstoffen, deren Anbau inzwischen im Mittleren Westen boomt, als so-genannte Offsets auf die CO2-Abgaben, egal welche Wirkung sie auf das Klima ausüben.

    Mehr . . .  
  • Auch Rentner müssen blechen

    Bei Sanierungen von Pensionskassen in Unterdeckung sind Renten nicht grundsätzlich tabu. Dies zeigt ein Leitentscheid des Bundesgerichts. Konkret ging es um eine in Unterdeckung geratene Pensionskasse. Diese hatte Jahre zuvor eine von der Aufsichtsbehörde abgesegnete Teilliquidation durchgeführt. Die freien Mittel wurden dazu verwendet, den Einzelaustretenden die Austrittsleistung, den verbleibenden aktiven Versicherten die versicherten Leistungen und den Rentenbezügern die Renten zu erhöhen. 2003 stellte die Stifterfirma ihren Betrieb endgültig ein. Daraufhin traten alle aktiven Versicherten aus der Pensionskasse aus. Diese führte nur noch den Rentnerbestand weiter.

    Mehr . . .  
  • Nach der Krise ist vor der Krise

    Das „Zweite Schweizer Leadership Pensions Forum“ anfangs Oktober in Zürich beschäftigte sich mit den Folgen der Finanzkrise für die Vorsorgeeinrichtungen. Fazit der hochkarätig besetzten Veranstaltung: Es gibt weder einfache Lösungen noch ein allgemeingültiges Rezept. Krisen lassen sich eindämmen, nicht verhindern.

    Mehr . . .  
  • Nur die Familie im Blick

    Heterogen wie die Klientel, die sie betreuen, unabhängig, und sowohl in ihrer Organisationsstruktur als auch in den Anlagestrategien ganz auf die individuellen Bedürfnisse der betreuten Vermögensinhaber ausgerichtet. So lauten die zentralen Resultate der von Complementa, J.P. Morgan und dem Bayerischen Finanzzentrum durchgeführten Studie „Mythos Family Office“.

    Mehr . . .  
  • Sprachbarriere gegen Gerichtsstand

    K. schloss mit der Nationale Suisse, deren Sitz sich in Baselland befindet, zwei Lebensversicherungsverträge im Rahmen der Säulen 3a und 3b ab. K. war dann mit Zahlungen nicht einverstanden und klagte an seinem Wohnsitzkanton Genf.

    Mehr . . .  
  • Nicht, oder höchstens marginal!

    Die Massnahmen zur Beseitigung von Unterdeckungen bei Pensionskassen beeinträchtigen den Gang der Wirtschaft nicht, oder höchstens marginal.

    Mehr . . .  
  • Grundlegende Veränderungen

    Die globale Wirtschafts- und Finanzkrise hat zu grundlegenden Veränderungen im Verhalten von Investoren geführt. So auf jeden Fall lautet ein Ergebnis des von Invesco unterstützten European Institutional Asset Management Survey 2009 (EIAMS).

    Mehr . . .  
  • Einbruch bei der Wertpapierleihe

    Die Finanzkrise hat zu einem Einbruch bei der Wertpapierleihe, dem sogenannten Securities Lending, geführt. Denn als Reaktion auf die Turbulenzen der Finanzkrise haben rund ein Viertel der Pensionskassen ihre Securities-Lending-Verträge gekündigt, rund 11 Prozent setzen sie teilweise aus, 34 Prozent ganz. Die restlichen Kassen haben die Verträge unverändert weitergeführt.

    Mehr . . .  
  • Unfallrentner sind besser dran

    Umstritten war in diesem Verfahren vor Bundesgericht, ob die AHV-Altersrente einer unfallinvaliden Versicherten in die Überentschädigungsberechnung der zweiten Säule einzubeziehen sei. Weil es sich in ihrem Fall nur ums BVG-Obligatorium handelt, gelten keine abweichenden reglementarischen Regelungen.

    Mehr . . .  
  • Vorsichtig in turbulenten Zeiten

    „Die im Rahmen der Umfrage erhobenen Daten, insbesondere die taktische Allokation, die Volatilität sowie der Vorsorge-Barometer bestätigen, dass die Teilnehmer viel vorsichtiger geworden sind, jedoch nicht beabsichtigen ihre strategische Allokation vollständig umzustellen – obwohl sie sehr besogt sind über die Gesamt-Performance, die Volatilität und den massiven Rückgang des Deckungsgrades.“ So auf jeden Fall lautet ein Fazit des 12. Swiss Institutional Survey von Lusenti Partners. Gleichwohl, laut Studie bestätigen die bereits angetönten verschiedenen Indikatoren auch, dass die Vorsorgeeinrichtungen in den vergangenen drei Jahren nicht in der Lage waren, eine Performance in Höhe des Mindestzinses beziehungsweise einen Mehrwert zu realisieren.

    Mehr . . .  
  • Deutliches Verbesserungspotenzial

    Internationale Unternehmen haben deutliches Verbesserungspotenzial bei der Beherrschung ihrer globalen Pensionsrisiken. Das auf jeden Fall geht aus der aktuellen Studie „Global Pension Risk Survey“ von Hewitt Associates hervor. Die Studie wertete dazu Angaben von insgesamt 171 Unternehmen aus zwölf Ländern aus.

    Mehr . . .  
  • Mehrheitlich unterdeckt

    Der geschätzte durchschnittliche Deckungsgrad der schweizerischen Pensionskassen lag per Ende 2008 bei 94,4 Prozent. Das auf jeden Fall geht aus dem kürzlich veröffentlichten Swisscanto Pensionskassenmonitor hervor. An der Studie teilgenommen haben 265 Versorgungseinrichtungen (VE), wobei 153 davon die zur Berechnung notwendigen Daten wie Deckungsgrad Vorjahr, Asset Allocation und Sollrendite auswiesen. Der aktuelle Deckungsgrad von 94,4 Prozent fiel um 17,6 Prozentpunkte weniger als der durchschnittliche Deckungsgrad aller Vorsorgeeinrichtungen ein Jahr davor. Dessen Wert lag noch bei 112 Prozent. Damit sind laut Studie per Ende 2008 rund 76 Prozent aller VE unterdeckt, während noch ein Jahr zuvor lediglich 10 Prozent der befragten Pensionskassen dies angaben.

    Mehr . . .  
  • Rolf Banz, Pictet, Chief Investment Architect

    In guten wie in schlechten Zeiten

    Was nur wenigen gelingt, Oppenheim hat es geschafft. David Swensen, der CIO des Yale Endowment Funds, folgte der Einladung zur 37. Investmentkonferenz für institutionelle Anleger und hatte auch gleich eine Botschaft mitgebracht: Er würde es genauso wieder machen. Oder auch anders ausgedrückt: Swensen bleibt der langfristig angelegten Asset Allocation des Endowment Funds mit minimalen Abweichungen im Rahmen der Strategie treu. Und das, obwohl die Performance des stets hoch gelobten Yale Fonds im Jahr 2008, aufgrund der durch die Finanzkrise bedingten massiven Verwerfungen an den internationalen Finanzmärkten, sehr gelitten und rund ein Viertel an Wert verloren hat. Im Jahre 2007 erzielte der Fonds noch einen Wertzuwachs von 28 Prozent, ein Jahr davor knapp 23 Prozent.

    Mehr . . .  
  • Vorbezug für Wohneigentum

    Ist ein Vorbezug von Vorsorgegeldern zum Erwerb von Wohneigentum noch möglich, nachdem ein Versicherter invalid geworden ist? Das Bundesgericht hatte den Fall einer Versicherten zu beurteilen, die ab Mai 2002 arbeitsunfähig war. Elf Monate später kaufte sie eine Eigentumswohnung und beanspruchte dafür 48.000 Franken aus der Pensionskasse als Vorbezug im Rahmen der Wohneigentumsförderung (WEF). Wiederum drei Monate später endete ihr Arbeitsverhältnis und die Vorsorgeeinrichtung überwies die verbliebene Austrittsleistung auf ein Freizügigkeitskonto. Noch im gleichen Jahr wurde der Frau rückwirkend eine volle Rente der Invalidenversicherung zugesprochen. Die Pensionskasse gewährte ihr eine Rente von rund 1.000 Franken. Dagegen wehrte sich die Versicherte. Sie argumentierte, sowohl der WEF-Vorbezug als auch die Austrittsleistung seien widerrechtlich erfolgt, und verlangte eine Rente von gut 1.700 Franken.

    Mehr . . .  
  • Neue Modelle und Methoden gefragt

    Nichts geht mehr. Während der nun schon seit mehr als anderthalb Jahren andauernden Finanzkrise haben nicht nur die meisten Anleger, sondern auch viele Finanzmarktgurus zuerst das Geld und dann noch die Nerven verloren. Selbst hochdekorierte Ökonomen und Finanzmarkttheoretiker wie die Nobelpreisträger Robert Solow, Michael Spence und George A. Akerlof geben sich bei öffentlichen Auftritten eher kleinlaut. Auch sie mussten eingestehen, selber Opfer der Finanzkrise geworden zu sein und Geld verloren zu haben. „Das Standardmodell der Finanzmarkttheorie der vergangenen 20 bis 30 Jahre hat in der aktuellen Krise komplett versagt“, waren sie sich auf einer Tagung des Fondsunternehmens Pioneer Investments einig. „Wenn sämtliche Anlageklassen miteinander korrelieren und der Airbag Diversifikation nicht mehr auslöst, wenn es an den Märkten kracht, brauchen wir ein neues Modell“, stellt Spence fest. Auch Akerlof hält die klassische Risikostreuung nach Markowitz für überholt. Wenn alle Marktakteure das gleiche Modell benutzen und dann gleichzeitig aus den Märkten flüchten, kann das System nicht funktionieren. Die Irrationalität des Menschen müsse künftig weit stärker beachtet werden, ist er überzeugt. Doch nicht nur theoretisch gut fundierte Anlagemethoden, sondern auch jahrzehntelang bewährte Modelle von Praktikern wie das Dividendenmodell oder eine ganze Reihe von Value-basierten Modellen funktionierten im letzten Jahr unvermittelt nicht mehr.

    Mehr . . .  
  • Rolf Hubli, Pensionskasse Thurgau, Geschäftsführer

    Im Stresstest

    Schweizer Pensionskassen haben mit alternativen Anlageklassen wie Hedgefonds und Private Equity 2008 keine besondere Freude gehabt. Während Hedgefonds öfters kritisch betrachtet werden, gibt es bei Private Equity gleichwohl Erweiterungspläne. Das auf jeden Fall geht aus einer nicht repräsentativen Kurzumfrage von spn unter Pensionskassen hervor.

    Mehr . . .  
  • Exfrau hat „Versorgerschaden“

    Hat die geschiedene Ehefrau einen Anspruch auf den sogenannten Versorgerschaden? G. und L. liessen sich nach 24-jähriger Ehe scheiden. Im Scheidungsurteil verpflichtete sich L., seiner Ex-Frau eine lebenslängliche, indexierte Rente von 1.200 Franken pro Monat zu bezahlen. In der Folge überwies er monatlich 1.400 Franken. Ab November 2002 bezog L. von der Versicherungskasse für das Staatspersonal des Kantons Sankt Gallen eine überobligatorische Altersrente. G. erhält seit Juli 2004 eine AHV-Altersrente. Einen Monat später verstarb L., worauf G. bei der Versicherungskasse eine Hinterlassenenrente beantragte. Der Rentenanspruch wurde bejaht und G. eine monatliche Rente von 787 Franken gemäss BVG-Obligatorium zugestanden.

    Mehr . . .  
  • Schiffsfonds: Auch in stürmischen Zeiten bewährt

    Ein Desaster. Auch institutionelle Anleger haben es während der noch anhaltenden Finanzkrise schmerzlichst erfahren. Wo immer man auch investierte, es gab nur Verluste. Gut gehalten haben sich heuer nur Schweizer Immobilienfonds und die in unserem Land noch wenig bekannten Schiffsbeteiligungen. Interessant sind Schiffsbeteiligungen nämlich auch deshalb, weil die Erträge weitgehend unabhängig vom Auf und Ab an den Aktienmärkten fliessen. Mit den grössten Aktienindizes besteht gemäss Berechnungen des deutschen Research-Instituts FondsMedia sogar eine negative Korrelation.

    Mehr . . .  
  • Professor Cuno Pümpin

    Das Kolumbus-Ei des Professors

    Könnten die schweizerischen Pensionskassen ihre Anlagerenditen nur schon um 1,5 bis 2 Prozent steigern, würden sich die mühseligen Diskussionen um die Mindestverzinsung und den Umwandlungssatz erübrigen, ist der emeritierte Sankt Galler Management-Professor Cuno Pümpin überzeugt. In den Medien und speziell bei privaten professionellen Investoren haben die neuen Ansätze Pümpins (Cuno Pümpin/Maurice Pedergnana, Strategisches Investment Management, Haupt-Verlag 2008) bereits grosse Beachtung gefunden. Die Pensionskassenbranche dagegen hat bisher kaum reagiert.

    Mehr . . .  
  • Auch Gerichte können irren

    Zum Zeitpunkt der Scheidung bezog der Ehemann bereits eine BVG-Invalidenrente von 20 Prozent. Im Scheidungsurteil ordnete das Scheidungsgericht die hälftige Aufteilung der während der Ehedauer angesparten Austrittsleistung sowie die Überweisung der Streitsache an das kantonale Berufsvorsorgegericht an. Dieses Gericht wies die Klage ab. Begründung: Die Teilung der Austrittsleistung sei wegen des Vorsorgefalls Invalidität vor der Ehescheidung nicht möglich. Es müsse der Vorsorgeausgleich gesamthaft nach Artikel 122 ZGB durchgeführt werden, was in der alleinigen Kompetenz des Scheidungsgerichtes liege.

    Mehr . . .  
  • Nebenwerte auf Überholspur

    SMI und SPI liefern derzeit den Stoff, aus dem die Alpträume der Anleger sind. Ganz anders sieht es bei den sogenannten Nebenwerten aus. Deren Referenzindizes sind nicht nur weit höher geklettert als die grossen Brüder, sie zeigen auch weniger Abwärtsdrang. Beispielsweise hat der von der Börse Bern errechnete Börsenindex für Regionalwerte BIRW den SPI seit Mitte 2007 deutlich abgehängt (vergleiche auch Abbildung).

    Mehr . . .  
  • Finanzkrise frisst Deckung weg

    Zunehmend bröckelt den Schweizer Pensionskassen der Deckungsgrad weg. Vor allem öffentlich-rechtliche Kassen weisen mangelnde Portfoliobestände aus – die Ausfinanzierung binnen 40 Jahren wird vor diesem Hintergrund eine zusätzliche Herausforderung. Doch möglicherweise ist der Stresstest noch gar nicht zu Ende.

    Mehr . . .  
  • Sucht darf verschwiegen werden

    Als der 58-jährige P. im Januar 2000 einer neuen Pensionskasse beitrat, verneinte er die schriftliche Frage, ob in den letzten fünf Jahren Krankheiten bestanden hätten. Dies trotz schwerer Alkoholprobleme. Schon 1992 bestand der Verdacht auf eine Leberzirrhose. Ende 2000 wurde P. wegen eines schweren Leberschadens arbeitsunfähig. Die Pensionskasse verweigerte ihm in der Folge wegen Verletzung der Anzeigepflicht die überobligatorische IV-Rente und gewährte ihm nur eine IV-Rente von gut 11.000 Franken pro Jahr. P. rekurrierte bis vor Bundesgericht. Dort wurde seine Beschwerde gutgeheissen und ihm eine Rente von rund 16.500 Franken zugesprochen.

    Mehr . . .  
  • Immobilien: Geschlossene Gesellschaft

    Am Schweizer Immobilienmarkt ist man wieder unter sich. Die zahlreichen Auslandsinvestoren mit hohem Leverage sind im Zuge der Subprime-Krise verschwunden. Zwar sind nun keine exorbitanten Preisspitzen mehr zu beobachten, aber der breite Markt kennt dennoch nur eine Richtung – aufwärts.

    Mehr . . .  
  • Pensionskassen dürfen mitreden

    Ist eine Pensionskasse (PK) berechtigt, den Rentenentscheid der obligatorischen Unfallversicherung mit dem Antrag auf Erhöhung der Leistungen auf dem Rechtsmittelweg anzufechten? Pensionskassen müssen in Ergänzung zur Suva-Rente eine IV-Rente aus der beruflichen Vorsorge ausrichten, dürfen aber nicht mitentscheiden. Vereinfacht gesagt: Je höher die Suva-Rente ausfällt, desto niedriger ist die PK-Rente – und umgekehrt.

    Mehr . . .  
  • Sarasin holt Gold

    And the winner is Sarasin. Der Grund: Sarasin wurde aufgrund der höchsten risikobereinigten Performance in den letzten zwölf Monaten als der beste Asset Manager in der Schweiz ausgezeichnet. Dies ergab das zum dritten Mal von Euro Performance und Edhec erstellte „Alpha-League-Table-Schweiz-2008“-Ranking.

    Mehr . . .  
  • Gute Rohstoffe, schlechte Rohstoffe?

    Commodities im Allgemeinen und Soft Commodities, oder anders ausgedrückt Agrar-Rohstoffe im Speziellen werden zunehmend elementarer Bestandteil von institutionellen Portfolios. Interessant: Mehr als die Hälfte der Investoren will 2008 verstärkt in den Agrarsektor (53 Prozent) investieren, einfach weil hier die höchsten Renditen erwartet werden, gefolgt von der Viehzucht mit 16 Prozent aller Nennungen, Edelmetallen (13 Prozent), Energie mit immerhin noch 12 Prozent aller Nennungen und den Industriemetallen mit 6 Prozent.

    Mehr . . .  
  • Auch das Kleingedruckte lesen

    Das Paar H. und L. lebte 14 Jahre zusammen und hatte zwei Kinder. 2004 verstarb L. In der Folge beantragte H. bei der Pensionskasse von L. eine Partnerschaftsrente, wie dies die Statuten vorsehen. Zum Beweis der Lebensgemeinschaft legte H. verschiedene Dokumente vor, darunter zwei Vereinbarungen über die gemeinsame elterliche Sorge und einen gemeinsam unterzeichneten Mietvertrag. Doch die Pensionskasse lehnte den Antrag ab, weil eine schriftlich bestätigte Unterstützungsvereinbarung fehlte. Dies schreiben die Statuten der PK vor. H. klagte beim Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich. Erfolglos.

    Mehr . . .  
  • Unzureichende Taktik

    Wie reagieren Schweizer institutionelle Investoren, wenn sie sich mit einer Baisse von mindestens 15 Prozent über eine Dauer von sechs Monaten oder mehr an den wichtigsten Finanzmärkten konfrontiert sehen?

    Mehr . . .  
  • Andres Haueter, Pensionskasse Post, Leiter Vermögensverwaltung

    Infrastruktur: Erst mal Erfahrungen sammeln

    Für Schweizer Pensionskassen ist das Thema Infrastruktur noch ganz neu. In Gesamteuropa haben lediglich britische Pensionskassen ein messbares Exposure, wie eine Umfrage von Mercer Investment Consulting zeigt. Doch die Schweizer Investoren wollen nicht mehr lange an der Seitenlinie bleiben. „Man redet sehr viel darüber“, stellt Serge-Alexandre Lauper von SCM Capital Management fest. Auch Complementa Investment-Controlling berichtet von zunehmendem Interesse am Thema Infrastruktur.

    Mehr . . .  
  • Richtig extremes Risiko

    Extremrisiken spielen nicht für alle institutionellen Investoren eine entscheidende Rolle. Der Grund: Rund ein Viertel bezieht Extremrisiken bei der Portfolio-Optimierung nicht ins Kalkül mit ein. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „European Investment Practice Survey 2007“ des EDHEC, Risk and Asset Management Research Centre, bei der mehr als 200 europäische Asset Manager, institutionelle Anleger und Geschäftsbanken befragt wurden. Ansonsten werden Extremrisiken laut Analyse am häufigsten (43 Prozent) unter der Normalverteilung berechnet.

    Mehr . . .  
  • Scheidungsurteil korrigiert

    In seinem Scheidungsurteil vom 15. Dezember 2005 hat das erstinstanzliche Gericht die hälftige Teilung der vom Ehemann D. während der Ehe erworbenen Austrittsleistung angeordnet. Das Gericht ging dabei nach seinen Abklärungen davon aus, dass die Ehefrau L. keine Beiträge an eine Institution der beruflichen Vorsorge einbezahlt hatte. In der Folge forderte das kantonale Sozialversicherungsgericht in seinem Urteil vom 4. Juli 2006 die Pensionskasse des Ex-Mannes auf, den Betrag von 79.177,20 Schweizer Franken zugunsten der Ehefrau L. an die Freizügigkeitsstiftung der Bank X. zu übertragen.

    Mehr . . .  
  • Daniel Dubach, Avadis Anlagestiftung, Geschäftsführer

    Unaufgeregte Schweizer Kassenmanager

    Fondsmanager haben Anfang Januar die Geduld verloren. So auf jeden Fall lautete der Tenor einer monatlich von der amerikanischen Investmentbank Merrill Lynch durchgeführten Fondsmanager-Umfrage. Der Grund: Sie flüchteten scharenweise in den Geldmarkt.

    Mehr . . .  
  • Hedgefonds: Mit Subprime nichts am Hut

    Haben sich Angela Merkel und Nicolas Sarkozy geirrt? Offenbar waren Hedgefonds an der Subprime-Krise unschuldiger, als die beiden Staatenlenker vergangenen Sommer meinten. Dass Hedgefonds und Subprime-Krise zwei paar Schuhe sind, zeigt die Studie „A French Answer to President Sarkozy“ der französischen Hochschule Edhec. Schon die Volumen, die Hedgefonds in Richtung Kredit-risiko investiert hätten, seien viel zu gering, stellt Noel Amenc, Direktor des Edhec Risk and Asset Management Research Centre, fest. Demnach sind weniger als fünf Prozent der institutionellen Vermögensanlagen in Hedgefonds investiert. Hedgefonds-Strategien mit einem hohen Exposure in Richtung Kreditrisiken wiederum vereinen knapp einmal 20 Prozent aller Hedgefonds-Anlagen auf sich. Andererseits aber wurden 2006 allein in den USA Kreditrisiken mit einem Volumen von 4,6 Billionen Dollar transferiert.

    Mehr . . .  
  • IV-Renten verjähren

    Nachdem der Versicherte O. seine Stelle auf den 31. Mai 1991 gekündigt hatte, wurde ihm auf sein Verlangen hin – er verliess die Schweiz – seine Austrittsleistung bar ausbezahlt. Im September 1992 sprach ihm die Schweizerische Ausgleichskasse vom 1. April bis zum 30. Juni 1991 eine halbe IV-Rente und ab dem 1. Juli 1991 eine ganze IV-Rente zu. Neun Jahre später (März 2000) ersuchte O. seine Pensionskasse, die Auszahlung der Austrittsleistung rückwirkend durch eine Invalidenrente zu ersetzen.

    Mehr . . .  
  • IFRS und Solvency 2: Ade Accounting?

    Die Buchungsregeln von IFRS und Solvency 2 bremsen die Performance der Kapitalanlage von Versicherungen, weil Wertschwankungen Einfluss auf die Erfolgsrechnung und Bilanz haben. Um die finanzielle Gesundheit zu messen, sollte man sich deshalb besser von der externen und rein buchhalterischen Sicht abwenden. Diesen Vorschlag macht eine Forschergruppe der französischen Fachhochschule Edhec. Statt der Regeln von IFRS und Solvency 2 wäre eine Analyse der Konsistenz zwischen den Risiken der Verpflichtungen und den Risiken der Kapitalanlagen besser. Zudem sollten Konsistenz und Robustheit des Asset-Liability-Management-Modells evaluiert werden. Die Risikoparameter müssten auf Asset Allocation und Entscheidungen des Liability Managements hin abstellen.

    Mehr . . .  
  • spn feiert Einjähriges

    Am 11. Oktober 2007 um 17:30 Uhr war es so weit: Im Hotel Park Hyatt in Zürich, feierte spn – Schweizer Pensions- & Investmentnachrichten Geburtstag. Den ersten Geburtstag wohlgemerkt! Grund genug also, noch einmal zurückzublicken.

    Mehr . . .  
  • Halbe-halbe ist die Regel

    Wenn sich Paare scheiden lassen, werden auch die Ansprüche aus der zweiten Säule hälftig geteilt. Gilt dies auch dann, wenn die beiden ganz unterschiedlich verantwortlich vorsorgen?

    Mehr . . .  
  • Rudolf Rechsteiner, SP-Nationalrat

    Auch die Bonusrente ist umstritten

    Die Studie „Schweizer Pensionskassen“ der Swisscanto-Gruppe äusserte sich dieses Jahr zur Senkung des Umwandlungssatzes. Grundsätzlich sind sich alle einig, dass der geltende Mindestumwandlungssatz der längeren Lebenserwartung nicht mehr entspricht.

    Mehr . . .  
  • Dominique Ammann, PPC Metrics, Partner

    Einfach aussitzen

    Das Anlagevermögen von Schweizer Vorsorgeeinrichtungen ist auf mehrere Arten von der US-Hypothekenkrise betroffen. Zum einen haben Pensionskassen entweder direkt oder indirekt über strukturierte Produkte in Obligationen, Asset-Backed-Security- oder Hedgefonds investiert, die Schuldverschreibungen aus zweitklassigen US-Wohnhypotheken enthalten.

    Mehr . . .  
  • Josef Bossi, State Street Global Advisors, Managing Director

    130:30-Fonds: Wer Alpha sagt, muss auch Beta sagen

    Ein neues Strategiekonzept macht die Runde: das Angebot von Long-Short-Strategien nach dem Motto „quadratisch, praktisch, gut“ griffig in einen Fonds verpackt. Die Idee ist klar: Durch den Einsatz von Long-Short-Strategien soll ein marktunabhängiger Mehrertrag gegenüber Long-Only-Strategien erreicht werden.

    Mehr . . .  
  • Kürzung der Witwenrente bestätigt

    Der Fall: G. war bis zur Scheidung mit K. während 14 Jahren verheiratet. Anfang 1998 bezog K. eine ganze Rente seiner Pensionskasse. Ein Jahr später heirateten G. und K. zum zweiten Mal.

    Mehr . . .  
  • Vorzeitig ab auf die Insel

    Die politisch Verantwortlichen werden bekanntlich nicht müde, für eine möglichst lange Lebensarbeitszeit zu werben. Um das Sozialsystem längerfristig zu finanzieren, sei ein höheres Rentenalter nötig. Nur: Die Zielgruppe will das Gegenteil. Die Frühpensionierung ist „ein verbreitetes Phänomen“, schreibt das Bundesamt für Statistik zu seiner Arbeitskräfteerhebung (Sake). Die aktuell verfügbaren Daten sind zwei Jahre alt. Im Vergleich zu 2002 ist der Anteil der Berufstätigen, die drei Jahre vor dem gesetzlichen Rentenalter – 65 für Männer, 64 für Frauen – in Frühpension gehen, von 27,1 auf 29,3 Prozent angestiegen. Fünf Jahre früher hören 16,2 Prozent auf, über zwei Prozent mehr als 2003. Ein Jahr vor der Rente waren 2005 noch 49,3 Prozent berufstätig, ein knappes Prozent weniger als bei der letzten Erhebung. Die Erwerbstätigen steigen also immer früher aus.

    Mehr . . .  
  • Und der Gewinner ist: die Prudent Man Rule

    Der Mehrzahl der Schweizer institutionellen Investoren genügen die BVG-Anlagerichtlinien nicht mehr. Denn rund 80 Prozent nutzen den sogenannten Erweiterungsartikel 59 BVV2. Das ergab eine aktuelle Studie von Lusenti & Partners, bei der insgesamt 172 institutionelle Investoren in der Schweiz befragt wurden, die zusammen ein Vermögen von 211,7 Milliarden Schweizer Franken verwalten. Die Gründe hierfür: Drei Viertel der Befragten investieren in alternative Asset-Klassen wie beispielsweise Hedgefonds, Private Equity und Rohstoffe. Insgesamt beläuft sich der Betrag, den die Schweizer Institutionellen in diese drei Kategorien investieren, auf mittlerweile knapp 9,4 Milliarden Schweizer Franken.

    Mehr . . .  
  • Facettenreiche Welt der Indizes

    Wer die Trends bei den Innovationen in der Welt der Indizes beobachtet, findet grosse Parallelen zu den Themen, welche die Finanzmärkte bewegen. Allein Dow Jones berechnet aktuell mehr als 3.000 Indizes und hat knapp 1.000 neue Indizes in den letzten zehn Jahren hervorgebracht. Weitere Indizes von Wettbewerbern, Börsen und auch Banken kommen hinzu.

    Mehr . . .  
  • Dominique Biedermann, Ethos Stiftung, aktualisierte Best-Practice- Regeln für die Corporate Governance.

    Pensionskassen als kritischere Aktionäre

    Lange Zeit war Opposition an den Generalversammlungen Schweizer Publikumsgesellschaften ein eher folkloristisches Ritual – einzelne Kleinaktionäre suchten die grosse Bühne, um eine homöophatische Dosis an Shareholder-Demokratie einzustreuen. Den Anträgen der Gesellschaften wurde dann trotzdem zu fast 100 Prozent zugestimmt. Seit der Gründung der Ethos Stiftung durch zwei Genfer Pensionskassen vor zehn Jahren weht an Generalversammlungen (GVs) ein spürbar schärferer Wind: Mittlerweile halten 75 institutionelle Investoren die Best-Practice-Regeln für Corporate Governance auch hierzulande hoch und legen sich zudem mal energischer quer. Messlatte sind dabei die kürzlich aktualisierten Ethos-Richtlinien.

    Mehr . . .  
  • Lieber alles aus einer Hand

    Die Bâloise Versicherungsgruppe hat ein Global Custody- und Depotbank-Mandat über 30 Milliarden Schweizer Franken an die BNP Paribas Securities Services vergeben.

    Mehr . . .  
  • Dr. Christian Fitze,Ecofin Investment Consulting AG, Consultant

    Asset-Liability-Studien bergen viele Stolpersteine

    Keine moderne Pensionskasse in der Schweiz kann es sich leisten, Asset-Liability-Studien zu ignorieren – so lautete eine These, die auf der zweiten Pensionskassen Jahrestagung der Ecofin Investment Consulting in Zürich im November diskutiert wurde.

    Mehr . . .  
  • Dr. Marc Herzog Frontiers Management Consulting

    Schweizer haben Oberwasser im Vertrieb

    Schweizerische Asset Manager stehen beim Vertriebs- und Kundenmanagement mehrheitlich vor exakt den gleichen Herausforderungen wie ihre Kollegen aus Deutschland oder Österreich. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel: So bestehen gerade beim Thema Personalmanagement oder anders ausgedrückt bei der strukturierten Entwicklung vertrieblicher Fähigkeiten klare Vorteile für Marktteilnehmer schweizerischer Provenienz: Strategisch angelegte Personalentwicklungskonzepte sind vergleichsweise verbreitet und vertriebliche Nachwuchskräfte haben deutlich mehr Chancen auf eine strukturierte Entwicklung ihrer Fähigkeiten. Kurzum: Bei schweizerischen Marktteilnehmern wird offenkundig in Sachen Personal weitsichtiger agiert!

    Mehr . . .  
  • Unbeirrt international in Zeiten nationaler Aufruhr

    Während sich die politischen Lager nach dem Entwurf des neuen Pensionskassengesetzes des Kantons Basel-Stadt formieren, setzt die Pensionskasse Basel-Stadt (PKBS) den eingeschlagenen Pfad der Internationalisierung der Kapitalanlage unbeirrt fort: Die erstmalige Investition in Rohstoffe – die regulatorischen Voraussetzungen dafür sind seit einem halben Jahr geschaffen – haben die Basler ebenso auf der Agenda wie ein Engagement in ausländische Immobilien. Für ausländische Immobilien wurde die strategische Zielquote von 0 auf 2,5 Prozent erhöht. Eine erste Tranche wird zur Zeit investiert, und zwar ausschliesslich in nicht börsenkotierte Anlagen. Ausländische Real Estate Investment Trusts, die 2005 so mancher deutschen Pensionseinrichtung wie etwa der knapp acht Milliarden Euro schweren Nordrheinischen Ärzteversorgung aus Düsseldorf die internationale Immobilienanlage versüsst hat, scheiden demnach aus. „Wie viele Schweizer Pensionskassen haben auch wir immer noch einen Home Bias bei der Kapitalanlage. Aber die PKBS wird den Internationalisierungspfad zwecks Diversifikation konsequent weiter gehen“, sagt Dieter Stohler, Direktor der PKBS und Vorstandsmitglied des Pensionskassenverbandes Asip.

    Mehr . . .  
  • Egal ob Vertreter von Calpers, Allianz oder Shell –an hochkarätigen Rednern mangelte es nicht.

    Forum für mehr Nachhaltigkeit

    Auch institutionelle Investoren haben es schwer. Sie sind getrieben von Interessen. Interessen die mitunter ziemlich divergierend und konträr ausfallen. Das wurde den Teilnehmern des siebten International Sustainability Leadership Symposiums im Swiss Re Centre for Global Dialogue in Rüschlikon/Zürich schmerzlich bewusst.

    Mehr . . .  

Privacy Policy
Terms and Conditions

Mailing address: Financial Times Ltd, Number One Southwark Bridge, London, SE1 9HL, United Kingdom

© The Financial Times Limited 2010