Thomas Zeier, Luzerner Pensionskasse, Geschäfts
Ungepolstert unterwegsDie Luzerner Pensionskasse (LUPK) sieht im Jahr 2009 Chancen wenn überhaupt, dann eher bei vergleichsweise traditionellen Anlagekategorien wie etwa Hypothekendarlehen. Geschäftsführer Thomas Zeier und Leiter Anlagepolitik Heinz Achermann reagieren auf die Frage nach den Chancen zwar zunächst mit einer kleinen Denkpause, das ist aber beim aktuellen Marktgeschehen keineswegs überraschend. „Wir haben keine Anlagekategorie, die wir speziell favorisieren und übergewichten“, sagt Achermann. Die Hypotheken aber dürften auch nächstes Jahr gut laufen. Bei Aktien erwartet man nach den jüngsten Marktverwerfungen keine Wunder mehr. Auch wenn sich die Märkte beruhigen sollten, wird man 2009 die Niveaus von Mitte 2007 wohl nicht mehr erleben.
Mehr . . .- Sicherheit ist Trumpf
Auch in volatilen Börsenzeiten – bis zur Zuger Pensionskasse scheinen die Verwerfungen der Aktienmärkte nicht durchzudringen. In den Räumlichkeiten an der Zuger Bahnhofstrasse geht es gemessen und wohlüberlegt zu. Die Börsenbaisse lockt Geschäftsführer Rudolf Zeller und seinen Portfolio Manager Ruedi Fenk nicht aus der Reserve. „Wir verkaufen nicht in fallende Märkte“, meinen die beiden einhellig. Mit einem zuletzt ausgewiesenen Deckungsgrad von 108,9 Prozent und der Staatsgarantie im Rücken darf man auf eine gewisse Verlusttoleranz schliessen. Allerdings ist man grundsätzlich ja auch weniger unter Druck als privatrechtliche Kassen, die einen Deckungsgrad von über 100 Prozent vorweisen müssen.
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Brigitte Schmid, Geschäftsführerin, PK Swiss Re
Neue FreiheitDie Pensionskasse Swiss Re erlebt 2008 in neuer Konstellation. Im Rahmen strategischer Entscheide veränderte sich die Anlagestrategie, ausserdem wurden vom Konzern diverse Investmentvehikel an Schroders verkauft. Im Hintergrund stehen weitere tief greifende strukturelle Veränderungen.
Mehr . . .- Geld allein ist nicht genug
Die Basler Pensionskasse Abendrot setzt bei ihren Kapitalanlagen auf nachhaltige Investments. Das ist kein Lippenbekenntnis, sondern eherner Grundsatz der 1984 gegründeten und seit 1985 operativ tätigen Kasse, die mittlerweile mehr als 7.000 Versicherte hat und rund 700 Millionen Franken verwaltet. Das Geld wird explizit nachhaltig angelegt – das heisst laut Anlagereglement nicht in Aktien von Unternehmen der Waffen- und Kriegsindustrie, Atomindustrie sowie Firmen, die gegen Humanität, Natur-, Tier- und Umweltschutz verstossen. Angestrebt wird trotzdem eine marktkonforme Gesamtrendite.
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Dr. Michael Dober, Pensionskasse Coop, Vorsitzender der Geschäftsleitung
Mit Hang zum AlternativenDen turbulenten Aktienmärkten versagt Dr. Michael Dober seine Aufmerksamkeit derzeit nicht. „Wir können uns Zukäufe vorstellen, wenn der Kursverfall den Wert unseres Aktienportfolios zwei oder drei Prozent unter die Zielquote drückt“, sagt der Vorsitzende der Geschäftsleitung der Pensionskasse (PK) der Coop-Gruppe. Möglicherweise wird das gar nicht mehr so lange dauern, denn Ende 2007 hatte die PK Coop eine Aktienquote von 26,4 Prozent. Zum Gesprächszeitpunkt Mitte März waren es schon leicht weniger als die 25 Prozent, die als strategische Zielquote gelten. „Natürlich habe ich keine Freude an den Kursentwicklungen, aber wir sind ein langfristiger Investor“, stellt Dober fest. Und ein Abbau der Aktienquote wäre zum jetzigen Zeitpunkt ungeschickt. Allerdings glaubt er nicht mehr daran, dass 2008 ein sehr gutes Jahr wird.
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Iwan Deplazes, Leiter Asset Management und Verantwortlicher für die taktische Bewirtschaftung des PK-ZKB-Vermögens
Klares BekenntnisFür die Pensionskasse der Zürcher Kantonalbank (PK der ZKB) ist das Jahr 2008 bereits fest umrissen. Die Agenda der Pensionskasse ist festgelegt und sieht wie folgt aus: Den Anteil der nachhaltigen Anlagen weiter erhöhen, die direkten Immobilienanlagen stärker in die gesamte Vermögensbewirtschaftung miteinbeziehen und „last, but not least“ die stetige Suche nach einer Verbesserung des Rendite-Risiko-Verhältnisses der bewirtschafteten Anlagen.
Mehr . . .- Primatwechsel als Chance
„Die schwierige Lage nach der Immobilienkrise in den USA ist noch nicht ausgestanden. Möglicherweise erleben wir noch mehrere Wellen von Nachwirkungen“, sagt Francoise Bruderer, Direktorin der Pensionskasse Post. Deshalb sei es wichtig, die primären Renditeziele und Benchmarks unter Berücksichtigung der Risiken zu erreichen und die Risiken tief zu halten.
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Christoph Oeschger, ABB Pensionskasse, Geschäftsführer
Wer sucht, der findet„Wir sind immer auf der Suche nach der optimalen Strategie, nach der bestmöglichen Diversifikation und dem ewig währenden Prozess, dies effizient umzusetzen“, sagt Christoph Oeschger, der Geschäftsführer der ABB Pensionskasse. Und dabei meint Oeschger derzeit nicht vornehmlich die Suche nach neuen Asset-Klassen, in die die Pensionskasse investieren könnte.
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Dr. Thomas Hohl, Migros Pensionskasse, Geschäftsleiter
Mit Sicherheit in die ZukunftVon Michael Lennert
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Christoph Schenk, Pensionskasse UBS, Geschäftsleiter
Der neuen Strategie auf der SpurDas Feld hat Françoise Romanoff zum Jahreswechsel gut bestellt übergeben: an Christoph Schenk, den neuen Geschäftsleiter der über 21 Milliarden Schweizer Franken schweren Pensionskasse der UBS. Denn Romanoff hinterliess Schenk eine Pensionskasse, die einen Deckungsgrad von rund 130 Prozent ausweist und in den vergangenen Jahren stattliche Renditen erwirtschaftete. Im vergangenen Jahr lag der Wertzuwachs um die sieben Prozent, im Jahr 2005 lag er bei über zwölf Prozent und im Jahr 2004 bei rund sechs Prozent. Und damit hat Schenk sicherlich auch genügend Herausforderungen für die Zukunft.
Von Michael Lennert
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Dr. Vera Kupper Staub, PKZH, Leiterin Vermögensanlagen
Gut im FutterSie steht gut da, die 1913 gegründete und seit 2003 als selbstständige Stiftung agierende Pensionskasse Stadt Zürich (PKZH) – eine Kasse, welche die Stadtverwaltung Zürich sowie 167 angeschlossene Unternehmen versichert. Insgesamt sind dies etwas über 26.000 aktiv Versicherte und knapp 15.000 Pensionäre. Ein Indiz dafür, dass die Pensionskasse gut im Futter steht, ist unter anderem der Deckungsgrad, der aktuell 130,2 Prozent beträgt. Selbst nach den Folgen des Börsencrashs sank der Finanzierungsgrad zwar auf 119 Prozent, im Gegensatz zu manch anderen öffentlichen Kassen geriet die städtische Versorgungseinrichtung aber nie in eine Unterdeckung.
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